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Melbourner Luft weltweit am schlechtesten

Rauchmelder schlagen Alarm, so dicht ist der Qualm. In Australiens Brandgebieten könnte das Wetter den Feuerwehren zwar helfen - aber auch neue Probleme bringen.

Rauch durch die anhaltenden Buschbrände hängt in der Luft, während Passanten über eine Straße in Melbourne gehen. Kurz vor einem großen Tennisturnier haben die Brände in Australien die Luftqualität von Melbourne rekordverdächtig schlecht gemacht.
Rauch durch die anhaltenden Buschbrände hängt in der Luft, während Passanten über eine Straße in Melbourne gehen. Kurz vor einem großen Tennisturnier haben die Brände in Australien die Luftqualität von Melbourne rekordverdächtig schlecht gemacht. © Erik Anderson/AAP/dpa

Von Subel Bhandari und Caroline Bock

Canberra. Sind das nun gute oder schlechte Nachrichten für Australien? In den Brandgebieten ist für die kommenden Tage Regen in Sicht. Für die Feuerwehrleute im Bundesstaat New South Wales bedeutet das zumindest vorläufig ein wenig Unterstützung. Allerdings könnte das Wetter auch Probleme bringen.

Die Meteorologin Sarah Scully sprach von einem "zweischneidigen Schwert". Heftiger Regen und Gewitter könnten Sturzfluten auslösen. Das galt laut Scully besonders für die niedergebrannten Gebiete.

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Die Bilder von verletzten Koalas und Kängurus, die durch den Rauch hoppeln, bewegen derzeit Menschen weltweit. Dass sich wie zuletzt vor allem Prominente mit Großspenden überbieten, ist für Experten dabei nicht außergewöhnlich. "Nachweislich ist, dass auch schon bei einzelnen, ganz ausdrucksstarken Bildern das Spendenverhalten steigt", sagte Max Mälzer, der Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats.

Leutnant Kynan Lang vom 10th/27th Battalion kniet vor zwei Kreuzen, die er kurz zuvor an der Stelle angebracht hat, an der sein Onkel und sein Cousin bei einem Buschfeuer auf Kangaroo Island ums Leben gekommen sind. 
Leutnant Kynan Lang vom 10th/27th Battalion kniet vor zwei Kreuzen, die er kurz zuvor an der Stelle angebracht hat, an der sein Onkel und sein Cousin bei einem Buschfeuer auf Kangaroo Island ums Leben gekommen sind.  © Tristan Kennedy/AUSTRALIAN DEFENCE FORCE/AAP/dpa

Die Spenden seien auch durchaus sinnvoll - "sofern sie an seriöse Organisationen gehen", erklärte Mälzer. "Zumeist sind Geldspenden dabei sinnvoller als Sachspenden, da in letztem Fall Angebot und Nachfrage genau zusammenpassen müssen." Als Großspender war unter anderem die Umweltstiftung von Leonardo DiCaprio aufgetreten, die drei Millionen Dollar geben will. Zuvor hatte etwa der Schauspieler Chris Hemsworth ("Thor") nach eigenen Angaben eine Million australische Dollar (620 000 Euro) gegeben.

Feuerwehrleute aus Kanada und den USA halfen derweil bei den Einsätzen vor Ort, darunter war auch eine US-Spezialtruppe. Nach Angaben der EU-Kommission lehnte Australien ein Angebot zur Entsendung europäischer Feuerwehrleute vorerst ab: EU-Kommissar Maros Sefcovic teilte am Montag in Straßburg mit, die australische Regierung schätze das Angebot, habe aber erklärt, eine zusätzliche Unterstützung werde derzeit nicht benötigt.

Ein völlig ausgebranntes Haus in dem Ort Nerrigundah. Seit Monaten wüten vor allem im Südosten des Kontinents heftige Buschbrände. In den besonders betroffenen Bundesstaaten New South Wales und Victoria lodern noch um die 140 Feuer. 
Ein völlig ausgebranntes Haus in dem Ort Nerrigundah. Seit Monaten wüten vor allem im Südosten des Kontinents heftige Buschbrände. In den besonders betroffenen Bundesstaaten New South Wales und Victoria lodern noch um die 140 Feuer.  © Sam Mcneil/AP/dpa

In Melbourne an der Südostküste Australiens haben die Feuer die Luftqualität rekordverdächtig schlecht gemacht. Für die Bewohner war es der zweite Tag in Folge mit besonders dicker Luft. Ihnen wurde geraten, drinnen zu bleiben. Der Rauch löste im Stadtgebiet Feuermelder aus.

Fernsehbilder zeigten, wie die Leute Schutzmasken trugen. Über Nacht sei die Luft in der Stadt "weltweit am schlechtesten" geworden, sagte der zuständige Gesundheitsbehörden-Chef Brett Sutton am Dienstag zu Reportern.

Wegen des Rauchs verzögerten sich auch die ersten Spiele in der Qualifikationsrunde für die Australian Open. Eine Tennisspielerin gab nach einem Hustenanfall auf und wurde von einer Betreuerin vom Platz geführt. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres soll am 20. Januar beginnen.

Blick auf die Rauch geschwängerte Skyline der Stadt während eines Trainings vor den Australian Open im Melbourne Park. 
Blick auf die Rauch geschwängerte Skyline der Stadt während eines Trainings vor den Australian Open im Melbourne Park.  © Michael Dodge/AAP/dpa

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