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Merkel: Keine Gewalt

Berlin. Gut eine Woche vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Demonstrationsrecht der Globalisierungskritiker verteidigt. Zugleich rief sie die G8-Gegner zur Gewaltfreiheit auf.

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Berlin. Gut eine Woche vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Demonstrationsrecht der Globalisierungskritiker verteidigt. Zugleich rief sie die G8-Gegner zur Gewaltfreiheit auf. „Gewalt ist kein Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass es zu keinen Gewaltanwendungen kommt“, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Aktionen für eine gerechte und menschliche Globalisierung begrüßte die Kanzlerin.

Wie Merkel äußerte auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) Sympathie für Demonstrationen. Wenn Bürger „aufmerksam machen wollen, dass es nicht so weiter gehen kann mit Afrika oder mit der Klimapolitik, dann ist das nur zu begrüßen“, sagte er.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte ebenfalls Verständnis für die Globalisierungsgegner. Viele ihrer Fragen seien richtig. Dazu gehöre etwa die Frage, „ob es gerecht ist, dass billige Preise in Europa durch soziale Ausbeutung in Asien oder Afrika erkauft werden“. Die Regierung trete für Regeln der Globalisierung ein. Demonstrationen nannte er Teil einer lebendigen Demokratie. (dpa)