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Politik

Merkel traut Laschet Kanzlerschaft zu

Die Bundeskanzlerin nimmt an einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts teil. Laschet hält sie wohl als potentiellen Nachfolger für geeignet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Armin Laschet (CDU) begrüßt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Armin Laschet (CDU) begrüßt. © Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich angesichts der Kandidatur von Armin Laschet für den CDU-Vorsitz außergewöhnlich lobend über den NRW-Regierungschef geäußert. "Als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen bringt er viele Qualifikationen mit sich. Ansonsten werde ich mich nicht einmischen", sagte Merkel am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit Laschet in Düsseldorf auf die Frage einer Reporterin nach dessen Kanzlerfähigkeit. Sie ergänzte dann aber noch: "Wenn Sie das größte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland regieren, in einer Koalition CDU-FDP, die effizient arbeitet, die nicht durch besonders viel Streitereien auffällt, dann ist das zumindest ein Rüstzeug, das durchaus Gewicht hat."

Merkel äußerte sich auch im Zusammenhang mit der Frage der Unions-Kanzlerkandidatur, bei der Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder in Umfragen vorne liegt. Die Kanzlerin und ehemalige CDU-Chefin betonte, sie habe immer gesagt, sie mische sich in die Nachfolge ihrer Positionen nicht ein. Aber auch hier ergänzte sie: "Ich habe für mich immer gesagt, wer CDU-Vorsitzende ist, muss auch bereit sein, und natürlich auch fähig, Kanzler zu sein."

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Die CDU will Anfang Dezember einen neuen Vorsitzenden wählen - Laschet ist neben dem Wirtschaftsexperten Friedrich Merz und dem Außenexperten Norbert Röttgen einer von drei aussichtsreichen Kandidaten. Über den Unions-Kanzlerkandidaten wird nach der Wahl des CDU-Vorsitzenden gemeinsam mit der CSU entschieden.

Auf die Reporterfrage, ob sie sich in NRW nach der Kutsch- und Bootsfahrt, mit denen sie von Söder bei ihrem Kabinetts-Besuch Mitte Juli auf Schloss Herrenchiemsee empfangen worden sei, angemessen Willkommen geheißen gefühlt habe, sagte Merkel: "Glücklicherweise bin ich ein Mensch, der sich an ganz verschiedenen Dingen freuen kann. Und so kann ich mich an Kutschfahrten und Besichtigungen von Herrenchiemsee zum Beispiel genauso erfreuen wie an dem Aufenthalt in einer Kabinettssitzung in einem früheren Landtag von Nordrhein-Westfalen. An historischer Stelle, vielleicht noch gespickt mit Kunst aus dem 21. Jahrhundert."

Die Kanzlerin ergänzte noch mit Blick auf ihre Visiten bei Laschet und Söder: "Und wenn man über föderale Vielfalt spricht, dann würde ich sagen: Meine beiden Besuche haben noch nicht das gesamte Spektrum aufgespannt. Aber sie geben jedenfalls den Einblick, dass man auf ganz unterschiedliche Weise es sehr schön machen kann. Und spannend und interessant." (dpa)

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