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Messi lässt Klopp verzweifeln

Der FC Liverpool tritt im Champions-League-Halbfinale beim FC Barcelona  zwar mutig auf, aber am Ende entscheidet der Superstar die Partie - mit einem besonderen Tor.

Barcelonas Superstar Lionel Messi bejubelt sein zweites Tor zum 3:0-Endstand. Es ist ein besonderes.
Barcelonas Superstar Lionel Messi bejubelt sein zweites Tor zum 3:0-Endstand. Es ist ein besonderes. © dpa/Emilio Morenatti

Barcelona. Jetzt hilft Jürgen Klopp nur noch ein Fußball-Wunder. Das Star-Ensemble des FC Barcelona mit dem herausragenden Lionel Messi hat die Hoffnungen auf ein erneutes Champions-League-Endspiel des FC Liverpool mit seinem deutschen Trainer schon fast zunichte gemacht. Der Tabellenzweite der englischen Premier League kassierte am Mittwochabend im Camp Nou eine deftige 0:3-Niederlage.

"Ich habe Spaß gehabt an dem Spiel. Außer dem Ergebnis fand ich alles gut", sagte Klopp und attestierte seiner Elf trotz des klaren Ergebnisses eine "top Leistung". Luis Suarez in der 26. Minute sowie der eiskalte Superstar Messi in der 75. und 82. Minute, der mit einem direkten Freistoß zum 3:0 sein 600. Tor für die Katalanen erzielte, schossen den Sieg des bereits feststehenden spanischen Fußballmeisters heraus.

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"Das war das beste Geburtstagsgeschenk, auch wenn es nachträglich war", sagte Nationaltorwart Marc-André ter Stegen am Tag nach seinem 27. Geburtstag. Liverpool steht dadurch am nächsten Dienstag im Rückspiel an der Anfield Road vor einer schier unlösbar erscheinenden Aufgabe, doch noch das Endspiel am 1. Juni in Madrid zu erreichen - wenngleich ter Stegen warnte: "Das wird nicht leichter als heute. Wir haben eine gute Ausgangsposition geschaffen, aber es wird ein harter Kampf." Klopp jedoch scheint nicht mehr so recht an ein Wunder zu glauben. "Spielen werden wir schon noch mal", sagte er.

Von Beginn an entwickelte sich ein unterhaltsames Duell mit einigen Offensivszenen. Richtig gefährlich wurde in den ersten 45 Minuten jedoch nur der Gastgeber. Nach einer Viertelstunde forderten die Barça-Fans einen Elfmeter, weil Liverpools Joel Matip einen Schuss von Messi aus kurzer Distanz gegen die Hand bekommen hatte. Doch Schiedsrichter Björn Kuipers aus den Niederlanden ließ nach kurzer Überprüfung weiterspielen. Angetrieben von Messi setzten die Katalanen den Gast aus England immer wieder unter Druck und wurden dann auch mit dem Führungstor durch Suarez belohnt.

Nationaltorwart ter Stegen pariert alles

Nach einem Zauberpass von Jordi Alba ließ der Nationalstürmer aus Uruguay aus kurzer Distanz Reds-Schlussmann Alisson keine Abwehrmöglichkeit. Schon zwei Minuten zuvor musste Klopp einen ersten Rückschlag hinnehmen. Der ehemalige Leipziger Bundesliga-Profi Naby Keita musste verletzt vom Platz. Für ihn kam Jordan Henderson (24.).

Auf der anderen Seite musste ter Stegen in der ersten Hälfte kaum eingreifen. Bei langen Bällen oder Flanken jedoch war der einstige Mönchengladbacher gewohnt souverän und abgeklärt. In der zweiten Hälfte stand er dann ganz anders im Fokus und wurde mehrmals gefordert. Einen Schlenzer von James Milner lenkte er reaktionsschnell um den Pfosten (47.). Auch bei Schüssen von Mohamed Salah (53.) und erneut Milner (59.) war er zur Stelle (53.).

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Liverpool erhöhte Tempo, Druck und vor allem Präzision im Spiel nach vorn. Barça gelang lange Zeit kaum noch Entlastung. Zu dem Zeitpunkt hätten die Reds den Ausgleich durchaus verdient gehabt. Doch dann schlugen die Ausnahmestürmer Suarez und Messi zu. Zunächst staubte der fünffache Weltfußballer aus Argentinien ab, nachdem Suarez mit dem Knie die Latte getroffen hatte. Kurz darauf zirkelte Messi einen direkten Freistoß unhaltbar ins obere Toreck, was sogar Klopp an der Seitenlinie mit einem bewundernden Lächeln quittieren musste. Symptomatisch die Situation in der 84. Minute, als Liverpool zunächst an Ivan Rakitic auf der Torlinie und dann am Pfosten scheiterte. (dpa)