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Hoyerswerda

Mietminderung in Corona-Zeiten

Teilweise wurde das Geld schon zurückgezahlt, teilweise wurde die offene Forderung erlassen.

© Symbolfoto: SZ Archiv

Bernsdorf/Hoyerswerda/Lauta. Wenn Privatpersonen oder auch Gewerbetreibende wegen der Corona-Krise im Zeitraum zwischen dem 1. April und dem 30. Juni ihre Miete nicht oder nicht komplett aufbringen konnten, haben sie vorerst keine Konsequenzen zu fürchten. Laut Beschluss der Bundesregierung können sie von ihrem Vermieter erst gekündigt werden, wenn sie die aufgelaufenen Rückstände bis zum 30. Juni 2022 nicht beglichen haben. Im Hoyerswerdaer Land bereitet das den Großvermietern jedoch kein Kopfzerbrechen.

Bei der LebensRäume-Genossenschaft Hoyerswerda gab es im genannten Zeitraum keinen einzigen Fall, in dem die Mietzahlung eingestellt oder reduziert worden ist, war von Pressesprecherin Gudrun Ladusch zu erfahren. Die Wohnungsbaugesellschaft Lauta hatte zwei diesbezügliche Nachfragen, so die Auskunft der seit 1. Juli neuen Geschäftsführerin Susan Fechner. Und das bei 615 Mietern. In einem Fall habe man sich auf eine Miethalbierung verständigt. „Das ist schon wieder reguliert.“

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Lediglich einer der rund 600 Mieter der Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (BWG) hat sich nach den Modalitäten einer Mietminderung erkundigt, ließ Geschäftsführerin Evelyn Hahn wissen. Das kam dann nicht zum Tragen. Allerdings wurde bei zwei Gewerbetreibenden eine 50-prozentige Minderung der Grundmiete vom 1. April bis 30. Juni vereinbart. In beiden Fällen, so die Geschäftsführerein, wird sogar auf die Nachzahlung verzichtet.

„Es sind Mieter an uns herangetreten, die nicht im vollen Umfang die Miete aufbringen konnten, unter anderem aufgrund von Kurzarbeit“, wie Petra Scholz, die Pressesprecherin der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda sagt. Es handelt sich um vier Fälle. Angesichts von mehr als 6.000 Mietverhältnissen ist das ein verschwindend geringer Anteil. Mit den Betroffenen wurden individuelle Vereinbarungen getroffen, um die Mietrückstände bis spätestens Ende Juni 2022 wieder zu begleichen.

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