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Mietwohnung statt Eigenheim

Der größte Waldheimer Wohnungsanbieter hat einen Trend festgestellt: Familien wünschen sich mehr Platz.

© André Braun

Von Verena Toth

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Waldheim. Junge Familien entscheiden sich immer häufiger dafür, in eine Mietwohnung zu ziehen, anstatt ein eigenes Haus zu bauen oder zu kaufen. Diesen Trend kann jedenfalls Ina Pugell, Geschäftsführerin der Waldheimer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (WBV), seit einigen Jahren feststellen. „Es spielen dabei viele Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel der Arbeitsplatz, der sich auch schnell ändern kann und somit einen Umzug nötig macht. Viele wollen auch einfach ihre Freizeit mit anderen Dingen verbringen, als sich um einen eigenen Garten oder ein ganzes Haus kümmern zu müssen“, berichtet Ina Pugell aus ihrer Erfahrung.

Doch in ihren Anforderungen und Ansprüchen, die Familien an ihre Mietwohnung stellen, seien sie recht anspruchsvoll. „Die Mieter wünschen sich generell mehr Platz. Wohnungen mit Grundflächen von etwa 80 bis 100 Quadratmetern sind besonders beliebt“, berichtet die Geschäftsführerin. Diesen Wunsch konnte die WBV im vergangenen Jahr einigen Mietern erfüllen. „Wir haben im vergangenen Jahr ein Gebäude grundhaft saniert und die Grundrisse verändert. Zunächst hatten wir nur eine Wohnung mit einer größeren Grundfläche im Angebot. Die Nachfrage war aber so groß, dass wir schließlich auch die anderen Stockwerke in Drei- und Vier-Raum-Wohnungen umgestaltet haben. Und auch diese konnten wir sofort vermieten“, so Pugell.

Nach wie vor gefragt seien Wohnungen mit kleinerer Grundfläche für Senioren- oder Singlehaushalte. Das Angebot jedoch reiche aus, um den Bedarf und die Nachfrage decken zu können. Sukzessive werden die Wohnhäuser von der WBV saniert und aufgewertet. Im vergangenen Jahr konnte ein ganzer Wohnblock mit Balkons ausgestattet werden. „Das ist mittlerweile Standard, das erwarten neue Mieter von ihren Wohnungen“, so die WBV-Chefin. In Erdgeschossen werden zudem Wohnungen für Senioren barrierefrei umgestaltet, also beispielsweise mit ebenerdigen Duschen ausgestattet.

Größere Sanierungsprojekte seien in diesem Jahr jedoch nicht geplant. „Wir haben 2018 ein Budget von rund 400 000 Euro zur Verfügung. Damit werden Wohnungen, die abgegeben und neu vermietet werden, entsprechend den Standards saniert und renoviert“, erklärt Pugell weiter. Insgesamt 700 Einheiten hat der größte Wohnungsanbieter Waldheims in seinem Bestand. Etwa 20 bis 40 Wohnungen stünden aktuell zur Vermietung bereit. Mit etwa sieben bis zehn Prozent Leerstand der bereits sanierten Wohneinheiten könne man zufrieden sein, so Pugell.

Ab 2021 will die WBV wieder größere Umbauprojekte in Angriff nehmen. „Da bis dahin einige Kredite ausgelaufen sein werden, haben wir dann ein jährliches Budget von 800 000 Euro zur Verfügung“, so die Geschäftsführerin. Sieben Gebäude der WBV seien derzeit nicht vermietbar, stünden daher leer. Diese sollen schrittweise saniert und vermietet werden.