merken

Milder Winter bremst Anstieg bei Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote in Sachsen ist gestiegen. Die Landesarbeitsagentur sieht die Entwicklung dennoch positiv. So gut seien die Zahlen in einem Januar lange nicht gewesen.

Chemnitz. Angesichts des teils milden Winters ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen im Januar nur leicht gestiegen. Wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Chemnitz mitteilte, waren 179 700 Frauen und Männer ohne Job. Das waren 16 355 mehr als im Dezember 2015 - und damit laut Agentur der geringste Anstieg in einem Januar seit acht Jahren. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,8 Punkte von 7,7 Prozent auf 8,5 Prozent. Vor zwölf Monaten lag sie zum gleichen Zeitpunkt bei 9,4 Prozent. Sie habe damit das zweite Mal in Folge in einem Januar im einstelligen Bereich gelegen, hieß es.

Der sächsische Arbeitsmarkt sei in einer „soliden Grundverfassung“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Klaus Schuberth. Ohne die saisonalen Einflüsse wäre die Arbeitslosigkeit gesunken.

Anzeige
Onlineapotheke? StadtApotheken Dresden!
Onlineapotheke? StadtApotheken Dresden!

Wer seine Medikamente gerne bequem und direkt von Zuhause bestellt, muss nicht auf Zuverlässigkeit und kompetente Beratung verzichten. LINDA macht es möglich.

Mit Ende des Weihnachtsgeschäfts würden im Handel Mitarbeiter frei. Die Arbeitslosigkeit nehme zudem vor allem in witterungsabhängigen Berufen wie etwa dem Hoch- und Tiefbau, dem Transportwesen sowie in der Landwirtschaft, im Gartenbau oder Hotel- und Gaststättenwesen zu. Diese sei oft nur kurz und ende meist nach wenigen Monaten.

Aktuell sind laut Agentur 27 993 freie Stellen gemeldet. Das seien 254 weniger als im Dezember, aber fast 5000 mehr als im Vorjahr. Die größte Nachfrage gibt es bei Zeitarbeit, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel, beim Bau oder Gastgewerbe und der Logistikbranche.

Auch bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 239 000 auf 2,92 Millionen gestiegen. Das sind 111 000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 6,7 Prozent. (dpa)