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Millionen Deutsche brauchen neuen Führerschein

Wer noch einen alten "Lappen" hat, muss diesen in den kommenden Jahren umtauschen. Wie soll das ablaufen?

Papierführerschein sind ab 2033 nicht mehr erlaubt. Dann braucht man in Deutschland eine Fahrerlaubnis in Chipkartenform.
Papierführerschein sind ab 2033 nicht mehr erlaubt. Dann braucht man in Deutschland eine Fahrerlaubnis in Chipkartenform. © dpa/Federico Gambarini

Berlin. Millionen von Autofahrern in Deutschland haben noch ihren alten Führerschein-"Lappen" - dessen Tage aber sind gezählt. Denn bis spätestens zum 19. Januar 2033 müssen die Dokumente gegen neue Plastikkärtchen in einheitlichem EU-Standard umgetauscht sein. Betroffen sind insgesamt rund 43 Millionen Autofahrer in Deutschland. Die Fahrerlaubnis bleibt vom Umtausch der Dokumente unberührt - eine neue Prüfung ist also nicht nötig. Dafür aber ein Foto - und laut ADAC rund 25 Euro Gebühr für den neuen EU-Führerschein.

Der Bundesrat hat für den Umtausch am Freitag einen detaillierten Stufenplan beschlossen. Dieser sieht Umtauschfristen und einen rechtzeitigen Start der riesigen Aktion vor, damit es keinen Massenansturm bei den Behörden vor Ort gibt.

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Laut EU-Vorgabe sollen auch alte "Lappen" gegen neue Plastikkärtchen in einheitlichem EU-Standard umgetauscht sein. Damit soll ein möglichst aktueller Fälschungsschutz gewährleistet sein. Die Fahrerlaubnis bleibt vom Umtausch der Dokumente unberührt,  eine neue Prüfung ist nicht nötig.

Nun ist die Bundesregierung am Zug. Das Konzept wird technisch an eine Regierungsverordnung "angehängt". Dabei geht es um Änderungen bei der praktischen Prüfung vor allem für Inhaber ausländischer Fahrerlaubnisse, die nicht aus der EU kommen. Die Regierung könnte nun den vom Bundesrat beschlossenen Umtauschplan für die Führerschein-Dokumente eins zu eins akzeptieren - oder die ganze Verordnung vorerst stoppen. 

Die seit 2013 ausgestellten Führerscheine in Deutschland entsprechen bereits den neuen Vorgaben. Denn die EU-Richtlinie gilt bereits seit 2013. Neu ausgestellte Dokumente gelten seitdem nicht mehr lebenslang, sondern haben eine Gültigkeitsdauer von 15 Jahren. (dpa)