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Millionen-Fonds für die Hochschulen

Lehre und Forschung in Sachsen bekommen ab 2015 überraschend viel zusätzliches Geld.

© dpa

Von Stephan Schön

Dresden. Dies ist die bislang größte Förderung sächsischer Hochschulen. Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer hat gestern ein Millionen-Paket bekannt gegeben. Zusätzlich stehen ihr nun Jahr für Jahr 56,6 Millionen Euro zur freien Verfügung – ohne dass sie den Finanzminister fragen muss. Das ist fast noch einmal so viel, wie dem Wissenschaftsministerium bisher jenseits der Personalkosten für die Hochschulen zur Verfügung steht.

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Da der Bund ab 2015 die gesamten Kosten für das Bafög übernimmt, sollen die Länder die eingesparten Millionen der Wissenschaft zukommen lassen. „Wir schaffen in Sachsen dafür den Zusatzfonds Hochschulen“, kündigt Schorlemer an. Dieser existiere am Rande des normalen Landeshaushalts. Es ist eine Zusatzkasse fürs Wissenschaftsministerium. Daraus sind ab 2015 nun pro Jahr erst einmal 15 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung vorgesehen. Zusätzliche Masterkurse, Doktorandenstellen, innovative neue Professuren für junge Spitzenforscher zum Beispiel. Entsprechend ihrer Größe stehe dieses Geld anteilig allen staatlichen Hochschulen ohne umständliche Bewerbungsverfahren zur Verfügung, kündigt Schorlemer an.

Weitere 15 Millionen Euro verdoppeln die Investitionen für wissenschaftliche Großgeräte. Gut zehn Millionen sollen für Gebäude und Labors verwendet werden. Und weitere zehn bis 15 Millionen sind für die medizinischen Fakultäten in Dresden und Leipzig vorgesehen. Dort sollen neue Schwerpunkte auf- und ausgebaut werden. In Dresden sind dies beispielsweise Krebsmedizin und Zellersatz-Therapien.