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Millionen für die Polizeischule

In den nächsten Jahren will der Freistaat die Einrichtung in Bautzen sanieren und erweitern. Zudem soll an der Thomas-Müntzer-Straße künftig nicht nur unterrichtet werden.

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© Archivfoto: Uwe Soeder

Von Sebastian Kositz

Bautzen. Der Freistaat will die Polizeischule in Bautzen erweitern. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann erklärte, will das Land in den nächsten Jahren massiv in den Standort der Hochschule investieren. Um bessere Bedingungen für die Aus- und Fortbildung sächsischer Polizisten zu schaffen, sollen die bestehenden Gebäude weiter saniert und die Einrichtung baulich erweitert werden. Dazu stellt der Freistaat Sachsen mehrere Millionen Euro bereit.

Die Polizei muss sich in Zukunft ganz neuen Herausforderungen stellen, betont Marko Schiemann. Deshalb sei es notwendig, für die Ausbildung der Beamten beste Voraussetzungen zu schaffen. „Die Kriminellen sind besser organisiert, agieren professioneller“, sagt Marko Schiemann und verweist dabei auf Einbrecherbanden, Autodiebstähle, aber auch die Computerkriminalität. Zugleich gebe es heute ein ganz anderes Versammlungsgeschehen als noch vor wenigen Jahren. Darauf müsse sich die Polizei gezielter vorbereiten können.

Im aktuellen Doppelhaushalt des Landes sind zunächst fünf Millionen Euro für den Standort der Polizeischule in Bautzen eingeplant. In späteren Jahren sollen weitere Mittel bereitgestellt werden. Zuletzt war der Bedarf für die Erweiterung der Schule auf 15 Millionen Euro geschätzt worden.

Neues Trainingszentrum soll entstehen

Mit dem Geld sollen die Lehrgebäude weiter auf Vordermann gebracht werden. Bereits in den vorangegangenen Jahren waren dort immer wieder Teile saniert worden. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort sollen erhöht werden. Zugleich möchte der Freistaat auf dem Areal an der Thomas-Müntzer-Straße ein neues Trainingszentrum errichten. Bislang trainieren die Polizisten in einer alten Garage, in der auch die Schießanlage untergebracht ist.

Noch in diesem Jahr, so kündigt Marko Schiemann (CDU) an, sollen die Planungen für die Arbeiten in Bautzen angeschoben werden. Kommt nichts dazwischen, könnten diese dann Anfang 2018 beginnen. „Die Arbeiten werden sich über mehrere Jahre erstrecken. Es geht nicht alles auf einmal, weil parallel dazu dort weiter der Ausbildungsbetrieb läuft“, sagt der Bautzener Landtagsabgeordnete, der dabei unter anderem auf die Wachpolizisten verweist.

Darüber hinaus soll in dem Komplex im Bautzener Osten künftig nicht nur für die Ausbildung der Einsatzkräfte genutzt werden. Auf dem Gelände will das Land auch die Autobahnpolizei sowie die Mitarbeiter der Kripo in der Spreestadt unterbringen. Vor mehreren Jahren hatte der Freistaat noch erwogen, den Bautzener Standort der Polizeihochschule mit Hauptsitz in Rothenburg dichtzumachen. Das sei längst vom Tisch, sagt Marko Schiemann, der sich aktiv beim Freistaat für den Ausbau der Schule in Bautzen starkgemacht hatte.