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Millionen für Radeberg

© Projekt: Planungsbüro Schubert Radeberg

Am Montag kommt Ministerpräsident Stanislaw Tillich in die Bierstadt und kann sich anschauen, wie notwendig das Geld für den Stadtwirtschaftshof-Neubau ist.

Von Jens Fritzsche

Nachdem er schon in Ullersdorf quasi als „freistaatlicher Geldbriefträger“ vorbeischaute, kommt Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Montag nun auch nach Radeberg mit einem millionenschweren Scheck.

In Ullersdorf war es die offizielle Übergabe von rund anderthalb Millionen Euro sächsischer Fördermittel für den Bau der Mehrzweckhalle an der Grundschule und 700 000 Euro für das Sporthallen-Projekt im benachbarten Ortsteil Großerkmannsdorf gewesen. Am Montag nun werden es erneut knapp anderthalb Millionen Euro Fördermittel sein, die Tillich vorbeibringt – diesmal für den geplanten Neubau des Stadtwirtschaftshofs hinter dem Feuerwehr-Areal am Bruno-Thum-Weg.

Altes Gebäude musste drei Jahrzehnte durchhalten

Und der Ministerpräsident wird dann auch gleich sehen können, wie dringend nötig dieses Geld gebraucht wird. Denn die offizielle Übergabe an Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD) und Stadtwirtschaftshof-Chefin Katja Nötzold wird noch am alten Standort Dammweg über die politische Bühne gehen. Und natürlich wird Stanislaw Tillich dann auch sicher einen Blick hinter die morschen Kulissen des ursprünglich ja nur für eine Übergangszeit geplanten Provisoriums werfen. Ein Provisorium, dass nun also fast drei Jahrzehnte durchhalten musste und OB Lemm jüngst erklärte, dass er sich nicht gewundert hätte, wenn die Mitarbeiter des städtischen Tochterunternehmens irgendwann mal gestreikt hätten. „Hier musste dringend investiert werden“, stellte er deshalb auch während der Haushaltsdebatte im Stadtrat noch einmal klar.

In Kürze soll der Neubau starten; dann sollen am Bruno-Thum-Weg ein Verwaltungs- und Funktionsgebäude samt Funktionshalle mit Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge und die Technik entstehen. Der Freistaat Sachsen steuert dabei aus dem extra für derartige Projekte aufgelegten Programm „Brücken in die Zukunft“ exakt 1 117 353 Euro bei, der Bund fördert das Vorhaben mit weiteren 378 819 Euro, die Tillich auch gleich mitbringt.