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Millionenförderung für Fernsehturm?

Wenn der Bund heute eine Denkmalförderung beschließen sollte, könnte die Sanierung beginnen – aber Dresden und der Freistaat müssten dann das Projekt mitstemmen.

© Robert Michael

Dresden/Berlin. Jetzt könnte es doch viel schneller gehen, als erwartet. Der Bund will die Hälfte der notwendigen Sanierungskosten für das alte Technik-Denkmal bereitstellen. Eine entsprechende Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages könnte nach SZ-Informationen heute fallen. Es soll um eine Summe im Rahmen der Denkmalförderung von mehr als 12 Millionen Euro gehen. Der Freistaat und die Stadt Dresden würden sich dann voraussichtlich die notwendige Restsumme von mehr als 10 Millionen Euro teilen.

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Nachdem die in Aussicht gestellte Fördersumme des Bundes – ohne beschlossen zu sein – in der Öffentlichkeit „durchgestochen“ wurde, befürchteten am Donnerstagvormittag politische Kreise, dass die Entscheidung im Ausschuss noch wackeln könnte.

Seit Juni 1991 ist der Dresdner Fernsehturm für Besucher gesperrt. Und bisher scheiterten alle Sanierungspläne vor allem am Geld. Als besonders aufwendig gilt besonders die brandschutztechnische Sanierung des Turmes, in dem man früher mit zwei Aufzügen auf eine Plattform hinauffahren konnte, um dann in einem Cafe den Rundblick übers Elbtal zu genießen.

Vorbild für das Vorgehen im Dresdner Fall ist der Hamburger Fernsehturm. Auch dort ist es gelungen, Mittel zur Denkmalförderung für die Sanierung und damit Neunutzung des Turmes zu bekommen. Rund 37 Millionen Euro wollen der Bund und die Stadt Hamburg in die Sanierung des 1968 errichteten „Tele-Michels“ stecken. Und seit einigen Monaten steht auch schon ein Eröffnungstermin fest: Ab 2023 soll das Hamburger Wahrzeichen wieder begehbar sein. (SZ)