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Millionenprojekt für Löbtauer Straße

An der Ecke zur Altonaer Straße entsteht das Löbtau Carré mit 130 Wohnungen. Anwohner können sich schon jetzt freuen.

© Sven Ellger

Von Jana Mundus und Peter Hilbert

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Es war wahrlich kein schöner Anblick, der sich den Bewohnern des westlichen Endes der Behringstraße jahrelang bot. Das Gelände gleich gegenüber an der Ecke Altonaer/Löbtauer Straße gammelte vor sich hin. Zwischen den Ruinen ehemaliger Häuser luden manche immer wieder ihren Müll ab. Doch die Dreckecke verschwindet. Die CG-Gruppe, die kürzlich erst durch ihre Millioneninvestitionen am Postplatz von sich reden machte, baut für 34 Millionen Euro zwei Mehrfamilienhäuser. Das neue Wohnungsbau-Kind der Gruppe hat sogar schon einen Namen.

„Löbtau Carré“ nennt das Unternehmen sein Projekt in der Friedrichstadt. Am Montag ging die Fläche in ihren Besitz über, wurde der Vertrag mit dem Alteigentümer unterschrieben. Vorher gehörte sie der Finanzconsult Immobilien GmbH aus Dresden. Christoph Gröner, Geschäftsführender Gesellschafter der CG-Gruppe, sieht den Standort an der Löbtauer Straße als aufstrebende Lage in der Landeshauptstadt. „Er ist ohne Frage ideal für junge Familien.“ Dem stimmt auch Bert Wilde zu, Leiter der Dresdner CG-Niederlassung. „Die Löbtauer Straße ist noch nicht zugebaut, dort lässt sich künftig einiges entwickeln.“ Zentrumsnähe und die gute Anbindung an Bus und Bahn sind weitere Pluspunkte.

Spätestens in drei Monaten soll der Bauantrag bei der Stadt eingereicht werden. Wenn alles reibungslos läuft, könnte im kommenden Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden. Auf dem Grundstück entstehen dann zwei parallele Gebäuderiegel mit Ein- bis Fünfzimmerwohnungen zwischen 31 und 112 Quadratmetern Größe. Im Erdgeschoss sind Terrassen vorgesehen, die anderen Wohnungen erhalten Balkone. Dazu kommt eine Tiefgarage mit 106 Stellplätzen. „Anfang 2017 könnten die ersten Mieter einziehen“, erklärt Wilde weiter. Die 130 Wohnungen werden allerdings nur vermietet, nicht verkauft. Später will die CG-Gruppe dann dieses Gesamtpaket an einen Investor veräußern.

Bereits Anfang des Jahres hatte der Vorbesitzer das Gelände beräumt. Die Reste ehemaliger Gebäude wurden dabei abgerissen. Auch der unerlaubt abgelagerte Müll ist entsorgt. Hinter einem Bauzaun wartet das Areal nun auf die Neubebauung. Für Nadine Kater war dieser Schritt längst überfällig. „Es war schon unansehnlich“, sagt die 37-Jährige. Sie wohnt in der Behringstraße, muss jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an der Brache vorbei. Dass sich hier nun etwas tut, begrüßt sie. „Ist doch schön, wenn Wohnungen für Familien entstehen.“ Allerdings sei sie schon gespannt, wie viel Miete später verlangt wird. „Neue Wohnungen sind ja doch sehr teuer.“

Ein Mietpreis unter zehn Euro pro Quadratmeter ist laut Bert Wilde auch nicht machbar. Momentan kalkuliert die CG-Gruppe mit 10,50 Euro bis 11,50 Euro pro Quadratmeter. „Natürlich müssen wir den Spagat schaffen, auf der einen Seite ein ansehnliches Mietshaus zu bauen, und auf der anderen Seite bezahlbar zu bleiben.“

Für die gute Optik des Baus soll das Büro Seidel Architekten aus Pirna sorgen. Einen ersten Entwurf für das fünfgeschossige Wohncarré gibt es bereits. Das Büro hat schon einige Wohnbauprojekte in Dresden realisiert, so unter anderem den Neubau des Parkpalais an der Ecke Wormser Straße/Spenerstraße.

Das Löbtau Carré ist jedoch nicht die einzige Stelle, an der die CG-Gruppe momentan in der Friedrichstadt aktiv ist. Wenige Hundert Meter entfernt entsteht auch ein Wohnhaus an der Cottaer Straße. „Am 28. Mai ist Grundsteinlegung“, so Wilde. Die Bodenplatten sowie Wände für Keller und Tiefgarage werden bis dahin schon betoniert. Alles im Zeitplan. Für das neue Projekt an der Löbtauer hofft er das auch.