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Millionenverlust bei Städtischen Kliniken

Das Minus beträgt fast drei Millionen Euro. Grund soll auch die Fusion beider Häuser sein.

© Sven Ellger

Nach zwei gewinnreichen Jahren 2015 und 2016 müssen die Städtischen Kliniken nun einen wirtschaftlichen Dämpfer vermelden. Vergangenes Jahr wurde mit einem bisherigen Minus von 2,7 Millionen Euro abgeschlossen. Allein zwei Millionen Euro mehr Personalkosten als geplant hat eine Tariferhöhung verursacht. Hinzu kommen unterschätzte negative Effekte der Fusion beider Häuser und geringere Einnahmen durch fehlende stationäre Patienten. Laut Sprecherin Viviane Piffczyk konnte die Patientennachfrage aufgrund fehlender Kapazitäten nicht immer bedient werden. Insbesondere der Bau des Hauses N in Friedrichstadt, in dem unter anderem neue OP-Räume entstehen, hat sich verzögert. Das Haus sollte 2017 eröffnet werden, Starttermin ist nun erst Juni 2018.

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Die Bilanz wird laut Piffczyk nun intensiv analysiert. Ob weitere Investitionen in die alte Bausubstanz in Höhe von 93 Millionen Euro langfristig verschoben werden müssen, stehe noch nicht fest. Das Klinikum werde aber stellenweise selbst nachjustieren. Und auch mit dem Freistaat sowie der Stadt Dresden als Träger sind Gespräche über zusätzliche finanzielle Hilfen geplant. „Der Stadtrat hatte sich zu der Fusion bekannt“, sagt Piffczyk dazu. (SZ/jr)