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Mini-Fußballer treten zur EM an

Die Mini-Europameisterschaft lockte auch Pulsnitzer und Kamenzer Jungs nach Dresden. Die hatten ein festes Ziel.

© Sven Ellger

Von Nicole Preuß

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Pulsnitz/Kamenz/Dresden. Europameister werden? Ja, das wäre irgendwie ganz nett. Doch die Jungs des TSV Pulsnitz 1920 und des SV Einheit Kamenz hatten am Sonntag eigentlich vor allem ein Ziel: Einmal auf dem heiligen Dynamo-Rasen im Dresdner DDV-Stadion zu spielen. Davon schwärmen selbst die Trainer. „Für Kinder und Erwachsene ist es immer ein Erlebnis, im Dynamostadion zu spielen“, sagt der Trainer der C-Jugend beim SV Einheit Kamenz Jakob Ulrich.

Die Sächsische Zeitung und der Stadtverband Fußball Dresden e.V. gaben ihnen jetzt zumindest die Aussicht darauf. Sie richteten zum dritten Mal ein Jugend-Freizeit-Turnier im Dynamo-Stadion und auf den Trainingsfeldern aus. Und da gerade Europas-Topstars in Frankreich um den silbernen Pokal kicken, war der Anlass in Dresden auch schnell gefunden. Der TSV Pulsnitz 1920 zog das Land Island aus dem großen Lostopf, der SV Einheit Kamenz spielte für die Türkei. 42 Mannschaften aus dem gesamten Verbreitungsgebiet waren insgesamt dabei. Sie traten auf Kleinspielfeldern mit jeweils sieben Spielern zunächst in Gruppen gegeneinander an, um sich dann über die verschiedenen Finale zum Endspiel vorzuarbeiten. Dazu gab es allerhand Stände, Führungen und andere Angebote im Dresdner Stadion.

Kinder wollen im Dynmostadion spielen

Die Kamenzer Mannschaft von Jakob Ulrich reiste nicht nur mit den geforderten zehn Spielern, sondern gleich mit 17 Spielern an. Alle sind in den Jahren 2001 oder 2002 geboren. So war es gefordert. „Ich hab 21 Kinder in der C-Jugend und für jeden ist es ein Erlebnis mal im Dynamostadion zu spielen. Dann kann ich schlecht so viele Spieler zu Hause lassen“, sagt der Trainer. Die Pulsnitzer rückten mit zehn Spielern und auch einigen Eltern-Fans an. „Ein paar Mannschaften wurden wohl disqualifiziert, weil sie wohl ältere Spieler dabei hatten. Das fanden wir schade“, sagt der Trainer der C-Jugend Ralf Lübke. Der TSV Pulsnitz arbeitete sich vor in seiner Gruppe und kam damit auch auf den dritten Platz. Der Trainer ist damit eigentlich zufrieden, die Spieler hätten auch gern den 4. Platz gemacht. Denn der Vierte durfte letztlich im Sechzehntelfinale im Dynamo-Stadion spielen. Und den Pulsnitzer blieb wieder nur der Kunstrasenplatz. „Aber die ganze Veranstaltung war wirklich in Ordnung“, sagt Ralf Lübke. „Wir konnten uns die Kabinen der Dynamo-Spieler ansehen und haben die Kinder auch spaßeshalber mal auf die Interviewplätze gesetzt und ihnen Fragen gestellt.“ Den Platz haben sie sich natürlich auch angesehen.

Die Kamenzer kamen in ihrer 6er Gruppe auf den vierten Platz. „Die Jungs waren in den Gruppenspielen nicht so gut drauf“, schätzt ihr Trainer ein. Das steigerte sich, als sie gegen den späteren Mini-Europameister Zypern antraten. Sie kassierten zwar zunächst durch einen Fehler ein Zypern-Tor, konnten aber kurz vor Schluss des 15-Minuten-Spiels ausgleichen. Doch Zypern schlief nicht und verpassten den Kamenzern kurz darauf noch das 2 zu 1. „Nicht auszudenken, wenn wir weiter gekommen wären“, sagt Jakob Ulrich. Seine Jungs durften ein Spiel im Stadion spielen, die Pulsnitzer standen zumindest zwischendurch mal auf dem Rasen. Und alle bekamen eine Medaille. „Es ging um nichts, wir wollten Spaß haben“, sagt Ralf Lübke. Und den habe man gehabt.