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Ministerin besucht Riesa

Sind die Ostdeutschen Bürger zweiter Klasse? Dieser Frage will Petra Köpping in einer Gesprächsrunde nachgehen.

Unter einem provokanten Titel lädt der Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes Meißen am Mittwoch, 14. November, ab 15,30 Uhr ins Stadtmuseum. „Sind wir Ostdeutschen tatsächlich Bürger 2. Klasse?“ lautet die Frage, die im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Petra Köpping beantwortet werden soll. Die SPD-Politikerin ist Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration und besucht Riesa im Rahmen ihrer Reihe „Wir müssen reden“. Die Wiedervereinigung liege zwar fast 30 Jahre zurück, doch „noch immer spielt bei der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen beziehungsweise Ostdeutschland ein Gefühl eine besondere Rolle: das Gefühl, vom Westen ungerecht behandelt worden zu sein“, heißt es in einer Mitteilung. Der gesellschaftliche Umbruch, radikale Strukturwandel und millionenfache Arbeitsplatzplatzverlust wirkten bis heute nach. Die Folge: Politikverdruss und Demokratiekritik.

Die gebürtige Thüringerin Köpping sieht das ähnlich – und ermuntert gleichzeitig zu größerem Selbstbewusstsein: „Die vielen Gespräche, die ich bisher geführt habe, zeigen: Die Aufarbeitung der Nachwendezeit ist dringend notwendig und von der Bevölkerung auch gewünscht.“ Das verdeutlichten übrigens auch Gespräche, die sie in den alten Bundesländern geführt habe. „ Die Menschen dort sind sehr interessiert, wollen mehr wissen und verstehen, was damals bei uns passiert ist. Wir Ostdeutschen sollten also unbedingt darüber reden – selbstbewusst, ohne Anklage, aber mit der Gewissheit, welch große Leistung wir erbracht haben.“ (SZ)

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Die Veranstaltung ist öffentlich. Der DGB Dresden bittet um Anmeldung unter 0361 8633415.