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Ministerin will Dresdner OB werden

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) will Oberbürgermeisterin von Dresden werden. „Ich will es, weil ich die Stadt ungeheuer liebe und mir sage, hier muss sich etwas ändern“, sagte sie bei ihrer Vorstellung am Mittwoch.

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Dresden. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) will Oberbürgermeisterin von Dresden werden. „Ich will es, weil ich die Stadt ungeheuer liebe und mir sage, hier muss sich etwas ändern“, sagte sie bei ihrer Vorstellung am Mittwoch. Sie tritt für eine Wählervereinigung an, die sich im Januar gegründet hat. Amtsinhaberin Helma Orosz (CDU) gibt ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen Ende Februar vorzeitig auf. Die CDU will Innenminister Markus Ulbig ins Rennen schicken. Auch Orosz‘ Stellvertreter, Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), hat seine Bewerbung angekündigt. Gewählt wird am 7. Juni und - wenn ein zweiter Wahlgang nötig werden sollte - am 5. Juli.

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Im Dresdner Rathaus haben seit der Kommunalwahl des vergangenen Jahres Linke, SPD und Grüne eine Mehrheit. Diese hätten für Stanges Kandidatur Unterstützung signalisiert, hieß es. Ihr sei wichtig, dass sie nicht nur von einer Partei getragen werde, sagte Stange. Sie werde ihren Wahlkampf ohne Partei-Logo führen. Stanislaw Tillich (CDU), den sie telefonisch von ihrer Absicht unterrichtete, habe sein Bedauern ausgedrückt. Sie habe ihm aber versichert, dass sie ihre Aufgaben als Ministerin bis zur Wahl „mit aller Kraft“ weiter wahrnehmen werde. Zwischen ihnen habe sich ein „faires Verhältnis“ entwickelt.

Stange betonte ihre Bereitschaft, mit den Demonstranten der Pegida-Bewegung in der Stadt sprechen zu wollen. „Wenn es aber zu rassistischen oder ausländerfeindlichen Äußerungen kommt, die andere Menschen ausschließt, werde ich deutliche Worte finden“, sagte die 57-Jährige. Sie sei bisher zweimal bei deren Märschen mitgelaufen. Was sie dort gehört habe, sei ihr „zu diffus“. „Da weiß ich im Augenblick nicht, was erwarten die Menschen von mir.“ Gespräche mit den Pegida-Anführern lehne sie zur Zeit ab. Dresden müsse sich weltoffen zeigen, sagte Stange.

Dresden ist derzeit die einzige größere Stadt in Sachsen, wo die CDU noch den Oberbürgermeister stellt. Die geborene Mainzerin Stange lebt seit 1974 in der Stadt. Sie war von 1997 bis 2005 Bundesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW und von 2006 bis 2009 schon einmal Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Seit Herbst vergangenen Jahres gehört sie auch der zweiten Koalitionsregierung von CDU und SPD an. (dpa)

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