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Kamenz

Ministerium von Malteser-Rückzug überrascht

Auch in Dresden hat man von den Verkaufsabsichten nur aus der Zeitung erfahren.

Das Krankenhaus St. Johannes in Kamenz.
Das Krankenhaus St. Johannes in Kamenz. © Matthias Schumann

Dresden/Kamenz. Die Absicht der Malteser, auch die beiden Krankenhäuser St. Carolus in Görlitz und St. Johannes Kamenz zu verkaufen, kam völlig überraschend und wurde nur über die Medien kommuniziert. Dies beklagt das Sozialministerium in Dresden in einer ersten Stellungnahme. „In den letzten Monaten wurde alles getan, um die Krankenhausstandorte zu unterstützen“, so Manja Kelch, stellvertretende Pressesprecherin. 

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Es sei wichtig, dass die medizinische Versorgung gesichert ist – und dafür müsse jetzt alles getan werden. „Die Malteser müssen ihre Verantwortung für die beiden Standorte wahrnehmen und mit allen Beteiligten sofort das Gespräch suchen.“

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Dies sei nicht zuletzt eine Frage der Wertschätzung, der Anerkennung und des Vertrauens für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Krankenhäuser, dass sie sichere Zukunftsoptionen haben, heißt es. Die vergleichsweise harsche Reaktion aus Dresden macht die Gesamtverstimmung bei dem Thema deutlich. 

Karl Prinz von Löwenstein, der Generalbevollmächtigte für den gesamten weiteren Verkaufsprozess der Malteser Deutschland gGmbH, hatte am Rande der Belegschaftsversammlung am Freitag in Kamenz erklärt, dass man intensiv nach einem neuen Träger suche, die Leistungsfähigkeit des St. Johannes aber nicht in Abrede stelle. (SZ)