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Mirco hat endlich einen neuen Computer

Der Schüler hilft einer kranken Frau beim Versorgen ihrer Tiere. Computerfachmann Stephan Suhr erfüllt ihm einen Wunsch.

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© André Braun

Von Sylvia Mende

Mirco Jahr will es nicht so recht zugeben. Doch jeder kann es sehen. Ihm stehen Tränen in den Augen – Freudentränen, weil für ihn ein langersehnter Wunsch in Erfüllung geht. Stephan Suhr vom gleichnamigen PC-Heimservice in Döbeln schenkt dem 14-Jährigen einen neuen Computer. Und weil der Wendishainer am 28. Dezember Geburtstag hat, gibt es gleich noch eine Tastatur und eine Maus dazu.

Mirco kann es gar nicht fassen. Lange hatte er sich einen Computer gewünscht und nun hält er ihn in den Händen. Er will ihn für schulische Sachen einsetzen, aber auch einmal ein Spiel spielen. Daheim hatte der 14-Jährige nur einen Computer, den er sich vom Elektroschrott geholt hat. Da geht kaum noch was. Seine Eltern können sich den Kauf eines Computers nicht leisten. Für ihn ging sein größter Weihnachtswunsch in Erfüllung.

Stephan Suhr hatte die Geschichte von Mirco, der täglich seiner kranken Nachbarin Rita Deinert bei der Pflege der Tiere half, im Döbelner Anzeiger gelesen. „Es ist nicht alltäglich, dass Jugendliche so hilfsbereit sind. Es ist eine große Aufgabe sich täglich, um die Tiere zu kümmern“, sagte Stephan Suhr. Vor allem habe der Jugendliche geholfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Das hat den Computerfachmann beeindruckt. „Ich habe mir überlegt, wie wir Mirco eine Freude bereiten können. Da er von der Nachbarin bereits einen Bildschirm und eine Tastatur als Dankeschön bekommen hat, dachten wir, dass ein Computer da ganz gut dazupasst“, so Stephan Suhr. Die Tastatur war schon etwas älter und passt nicht an den Computer. Mirco will, sobald er daheim ist, den Computer anschließen und installieren. Gelernt hat er das im Computerunterricht an der Schule. „Es ist schon beachtlich, wie Mirco die Schule und die Pflege der Tiere unter einen Hut bringt“; sagte seine Mutter. Der Jugendliche habe irgendwann letztes Jahr vor meiner Tür gestanden und gefragt, ob er helfen kann“, erzählt Rita Deinert. Seitdem kommt er fast jeden Tag. „Ohne ihn hätte ich die Versorgung meiner Tiere nie geschafft.“ Als Rita Deinert im Krankenhaus war, kam Mirco nach der Schule vorbei, holte Stroh, mistete den Hühnerstall, fütterte die Enten, Katzen, Hasen, Hunde, das Pony und das Hängebauchschwein. Selbst in der schulfreien Zeit, als er einen Ferienjob hatte, sei er auf ihren Hof gekommen. „Solche hilfsbereiten Menschen gibt es heutzutage nur noch selten“, sagt die Wendishainerin.