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Miroslav Sik

Über seine Häuser sagt man, sie seien detailversessen. Gebaut, damit die Menschen, die darin leben oder arbeiten, sich wohl fühlen. Miroslav Sik entwirft Gebrauchsarchitektur im besten Sinn des Wortes....

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Über seine Häuser sagt man, sie seien detailversessen. Gebaut, damit die Menschen, die darin leben oder arbeiten, sich wohl fühlen. Miroslav Sik entwirft Gebrauchsarchitektur im besten Sinn des Wortes. Unspektakulär fügen sich seine Bauten in örtliche Gegebenheiten ein. Sie sorgen nicht als selbstverliebte Attitüden ihres Architekten nur kurz für heiße Debatten, sondern sind von dauerhaftem Wert. Was er gebaut hat und wie er als Lehrer in Zürich mit jungen Menschen arbeitet, das beeinflusst die zeitgenössische Baukunst in Europa. Der Architekt erhält heute in Dresden die Heinrich-Tessenow-Medaille in Gold.

1953 kam Miroslav Sik in Prag zur Welt. 1968 emigrierte der Tscheche in die Schweiz und nahm in den 70er Jahren ein Studium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich auf. Dort ist er seit 1998 Ordinarius. Seine Ausstellung „Analoge Architektur“ tourte Ende der 80er Jahre durch Europa. Nach Siks Entwürfen entstanden ein Katholisches Pfarreizentrum in Egg, das Kongresszentrum La Longeraie in Morges, in Zürich ein Elternhaus und die Eingangshalle des Kinderspitals. Wohnhäuser und Wohnungen baute und baut er in Tschechien und Haldenstein. Gegenwärtig entsteht der Umbau der Reformierten Kirche in Baden. (SZ)

Eine Auswahl der Arbeiten Miroslav Siks ist bis 20 . November im Haus der Architekten in Dresden, Goetheallee 37 zu sehen, geöffnet Mo – Fr, 9 Uhr – 16.30 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 0351/31 74 60.