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Dresden

"Mission Lifeline": Neuer Rettungseinsatz

Kapitän Claus-Peter Reisch von der Dresdner Hilfsorganisation will mit seinem Team wieder ins Mittelmeer. Bevor es soweit ist, gibt es noch einiges zu klären.

Claus-Peter Reisch
Claus-Peter Reisch © dpa

Leipzig/Dresden. Die Dresdner Flüchtlingshilfsorganisation "Mission Lifeline" bereitet einen neuen Rettungseinsatz im Mittelmeer vor. "Wir haben ein neues Schiff und statten es gerade aus", sagte Sprecher Axel Steier am Dienstag MDR aktuell. Das Schiff sei etwas kleiner als die "Lifeline", die noch immer auf Malta festliegt. Das neue Boot könne aber bis zu 100 Menschen aufnehmen.

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"Lifeline"-Kapitän muss Geldstrafe zahlen

Claus-Peter Reisch von der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline wurde in Malta verurteilt. Gegen das Urteil will er Berufung einlegen und berichtet von einem neuen Schiff.

Um was für ein Schiff es sich konkret handelt und wo es gerade vorbereitet wird, wollte der Verein laut MDR nicht bekanntgeben. Es müsse damit gerechnet werden, dass die Behörden vor Ort Mission Lifeline behindern würden, sagte Steier zur Begründung.

"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch führte den Angaben zufolge am Dienstag Gespräche im Auswärtigen Amt, um Vereinbarungen zu sogenannten Kontingent-Lösungen zu erreichen. Ziel sei es, unter anderem mit Malta, Luxemburg und Deutschland schon vor Beginn der nächsten Mission feste Vereinbarungen zur Aufnahme von Geretteten zu finden.

Die "Lifeline" hatte im Sommer vergangenen Jahres im Mittelmeer 234 Flüchtlinge an Bord genommen. Erst nach tagelanger Irrfahrt durfte das Schiff in Valletta anlegen und wurde danach von Maltas Behörden beschlagnahmt. "Lifeline"-Kapitän Reisch musste sich in Valletta vor Gericht verantworten und wurde vor einigen Wochen wegen des Vorwurfs der falschen Registrierung des Rettungsschiffes zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Reisch hat Revision gegen das Urteil eingelegt. (epd)