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Dresden

Mission Lifeline verkauft Rettungsschiff

Ein Teil des Schiffes soll ins Dresdner Verkehrsmuseum einziehen.

Das Seenotrettungsschiff "Lifeline", hier im Hafen von Malta, ist nun verkauft worden.
Das Seenotrettungsschiff "Lifeline", hier im Hafen von Malta, ist nun verkauft worden. © Annette Schneider-Solis/dpa

Dresden. Der Dresdner Verein Mission Lifeline hat sein zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer genutztes Schiff "Lifeline" verkauft. Das 32 Meter lange Schiff unter der Flagge von Mission Lifeline sei seit 2015 im Einsatz gewesen und habe 1.019 Menschen retten können, zog der Verein am Mittwoch in Dresden Bilanz. Der Verkauf sei notwendig geworden, nachdem kein europäisches Land seine Flagge zu tragbaren Bedingungen zur Verfügung stellen wollte, hieß es. Das Steuerrad soll nun ins Verkehrsmuseum Dresden kommen.

Der Verein erinnerte daran, dass die "Lifeline" im Juni 2018 von einem maltesischen Gericht beschlagnahmt wurde, nachdem die Crew 234 Menschen nach Malta gebracht hatte. "Der damalige Kapitän wurde angeklagt und nach langer Prozessdauer im Januar 2020 endgültig freigesprochen." Der Verkaufserlös liege im niedrigen fünfstelligen Bereich und werde für den Ausbau des neuen Schiffs von Mission Lifeline eingesetzt. Für diese Arbeiten würden trotzdem noch etwa 50.000 Euro fehlen. 

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