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Mistgabel-Mann erscheint nicht vor Gericht

Der 39-Jährige aus Neusalza-Spremberg hatte im letzten Sommer AOK-Mitarbeiter in Dresden bedroht. Der Grund für sein Fernbleiben beim Prozess ist skurril.

Von Markus van Appeldorn
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Die Polizei rückte im Juni 2018 mit einem Großaufgebot bei der AOK in Dresden an.
Die Polizei rückte im Juni 2018 mit einem Großaufgebot bei der AOK in Dresden an. © Archivfoto: Tino Plunert

Eine recht rustikale Art für eine Reklamation wählte ein 39-Jähriger aus Neusalza-Spremberg. Mit einer Mistgabel bewaffnet erschien er an einem Juni-Morgen 2018 in der Geschäftsstelle der Krankenkasse AOK am Sternplatz in der Dresdner Seevorstadt. Er erklärte, sich beschweren zu wollen und sich etwas anzutun, wenn man seiner Beschwerde nicht nachkomme. Dann wurde er aggressiv. "Wer nicht zahlt, muss sterben!", rief er aus und bedrohte Kunden und Angestellte. Ein angerücktes Großaufgebot der Dresdner Polizei überwältigte den Mann und nahm ihn in Gewahrsam. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurde er in medizinische Betreuung übergeben, hieß es im damaligen Polizeibericht.

Nun war der Mann am Dresdner Amtsgericht wegen Bedrohung in vier Fällen angeklagt, wie Gerichtssprecherin Birgit Keeve aus SZ-Anfrage informiert. Doch der Mistgabel-Mann erschien nicht zur Verhandlung. Er ließ das Gericht wissen, der Weg nach Dresden sei ihm zu weit. Prozess vorerst geplatzt. Zum nächsten Verhandlungstermin wird der Mann möglicherweise zwangsweise vorgeführt.