merken

Mit 104 Jahren noch fit

Gertrud Bley ist die älteste Bewohnerin der Stadt. Ihr Alter sieht ihr niemand an.

Gertrud Bley feierte am Freitag ihren 104. Geburtstag. Bei der Feier unterstützte sie Krimhild Ordnung-Pohl, die in der Wohnung über ihr wohnt. © Dietmar Thomas

Waldheim. „Das Sparen wurde mir schon bei der Geburt in die Wiege gelegt“, sagt Gertrud Bley. Am Freitag vor 104 Jahren wurde sie in Waldheim geboren, mitten im Ersten Weltkrieg. Bis heute lebt die Seniorin in Waldheim – in ihrer eigenen Wohnung. Sie versorgt sich selbst, geht noch selbst einkaufen. Ihren Verlobten verlor sie in den Wirren des Zweiten Weltkrieges. Neu verliebt hat sie sich nicht.

In der Wohnung an der Fröbelstraße geht es am Freitag zu wie im Taubenschlag. Albrecht Hänel und Gerald Lässig vom Kultur- und Heimatverein kommen zum Gratulieren. Dazwischen klingelt ständig das Telefon mit dem Radetzky-Marsch als Klingelton. Auch Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) überbringt seine Glückwünsche. Er überreicht ihr eine Einladung zum Neujahrsempfang. Die will Gertrud Bley gerne annehmen.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Morgen starten die Filmnächte am Elbufer

Deutschlands größtes Freilicht-Kino ist zurück! In der 29. Saison finden vor der schönen Kulisse Dresdens zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt statt. 

Bis zu ihrem 100. Geburtstag hat die Waldheimerin noch im Volkschor mitgesungen. Auch in der Wandergruppe war sie noch bis vor einigen Jahre noch aktiv.

Viel Bewegung. Das ist auch das Geheimrezept von Gertrud Bley für ein hohes Alter. „Und regelmäßige Saunabesuche“, sagt sie. Geraucht hat sie nie, nur hin und wieder mal ein Gläschen Wein getrunken. Und sich bis heute am Leben erfreut. So wird auch an ihrem Geburtstag viel gelacht. „Über Krankheiten will ich nicht reden. Das wäre ja sonst wie bei alten Leuten“, sagt die 104-Jährige. Hin und wieder wünschte sie sich aber schon eine Unterstützung im Haushalt. Ein Antrag darauf wurde aber abgelehnt. „Für die Pflegestufe 1 hätte ich bei der Überprüfung 15 Punkte erreichen müssen, aber ich hatte nur 7,5“, erzählt die Seniorin.