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Hoyerswerda

Mit dem Fahrrad in die Schule 

Clara Scholz aus Spohla berichtet von ihrem Austauschjahr in Neuseeland – hier Teil 11.

Clara Scholz hat für den Weg zum Upper Hut College nicht unbedingt die landestypische Art gewählt, eher
das von zu Hause gewohnte Transportmittel.
Clara Scholz hat für den Weg zum Upper Hut College nicht unbedingt die landestypische Art gewählt, eher das von zu Hause gewohnte Transportmittel. © Foto: privat

Neuseeland/Spohla. Neuseeland ist das letzte Land, das von Menschen besiedelt wurde. Daher ist der Großteil der Natur noch schön grün, unangetastet und nicht von der Menschheit zerstört. Die meisten Kiwis, also neuseeländischen Einwohner, sind auch sehr naturbewusst, leben einen aktiven Lebensstil. Meine Gastmama Terri zum Beispiel pflanzt sehr viel Obst und Gemüse sowie Kräuter an, die ganzjährig wachsen und ausschließlich als Lebensmittel verwendet werden. Fertigprodukte gibt es nur sehr selten.

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Anders sieht es bei meinen Mitschülern aus, gerade bezüglich des Wegs zur Schule. Da neuseeländische Schüler schon mit 16 begleitet und mit 17 allein Auto fahren dürfen, besitzt so gut wie Jeder in meiner Jahrgangsstufe ein Auto. Weil man aber mit 17 noch keinen anderen mitnehmen darf, kann man auch keine Fahrgemeinschaften bilden. Wirklich jeder fährt also mit dem eigenen Auto, was ich erschreckend fand, da ich es anders gewohnt bin. Zu Hause bin ich überall hin mit dem Fahrrad gefahren, was ich auch hier fortsetze. Dabei werde ich schon komisch angeschaut, wenn ich in der Schule als „Senior-Mädchen“ der ältesten Jahrgangsstufe mit dem Rad ankomme. Alle anderen, die Rad fahren, sind kleine „Junior-Jungs“. Aber mir macht das nichts aus, da ich einiges an Geld spare, etwas für meine Gesundheit und für die Umwelt tue. Die meisten Leute denken ja, umweltbewusst zu leben, wäre teuer. Aber ganz im Gegenteil: Es ist preiswerter. Jeder Einzelne trägt zu einer grünen Umwelt bei, mit jeder einzelnen Tat und vor allem mit dem, was wir täglich konsumieren. Eine tolle Idee ist zum Beispiel, sein eigenes Trinkgefäß mitzubringen, um Kaffee oder Matcha Latte oder Ähnliches zu kaufen. Das wird übrigens in Deutschland bereits in vielen Coffeeshops so gemacht: Man muss nur den eigenen Becher hinhalten ...