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Mit der neuen Pumpe auf die Rennstrecke

© André Braun

Die Firma Pierburg Pump Technology unterstützt das Studenten-Rennteam der TU Chemnitz mit ihrem Knowhow.

Von Tim Blumenstein

Hartha. Was in Chemnitz früher der Silberpfeil war, ist heute die „Green Hornet“– zu deutsch „grüne Hornisse“. So zumindest nennt sich der elektrisch betriebene Rennwagen, den ein aus Studenten bestehendes Team der TU Chemnitz in den letzten drei Jahren in Eigenleistung entwickelt und gebaut hat. Mit ihrem Boliden wollen sie in Zukunft an Rennen der sogenannten „Formula Student“ teilnehmen und sich auf der Rennstrecke mit Studenten anderer Universitäten messen.

Doch bevor der Rennbetrieb in zwei Wochen so richtig losgehen kann, stand noch ein wichtiger Termin an. Denn ein letztes Bauteil des Autos fehlte noch – die richtige Wasserumwälzpumpe. Diese wurde den Vertretern des Studentenvereins jetzt persönlich auf dem Fertigungsgelände der Firma Pierburg Pump Technology in Hartha überreicht. „Wir sind sehr froh darüber, dass die Firma Pierburg uns in der Sache unterstützt“, erzählt Cornelius Schaffer, Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins T.U.C. Racing aus Chemnitz. Auch auf der Gegenseite zeigt man sich erfreut über die neue Zusammenarbeit: „Es ist wichtig, den Ingenieursnachwuchs in der Region zu fördern und das tun wir bei diesem Projekt gern“, so Tobias Dettmann, Abteilungsleiter für die Entwicklung elektrischer Wasserpumpen. Wenn sich alles wie erhofft entwickelt, soll dies erst der Beginn einer längeren Zusammenarbeit sein – da ist man sich auf beiden Seiten einig.

Normalerweise stellen die Harthaer die sogenannten Wasserumwälzpumpen nicht speziell für den Rennsport her, sondern für ganz normale Autos. Durch die besonders platzsparende Bauweise und die ausgeklügelte Elektronik im Innern der Pumpe ist sie aber auch für den Rennwagen der Studenten wie geschaffen. Dabei kommuniziert die Pumpe als Schnittstelle zur Fahrzeugelektronik mit dem Elektromotor und reguliert je nach Bedarf die Kühlung des Aggregats.

Nach dem Einbau der Pumpe geht es für die Studenten in zwei Wochen erst richtig los. Denn bisher konnten sie mit ihrem Projekt nur in der Theorie überzeugen – jetzt folgt die Praxis. Zuerst steht die Feuerprobe im tschechischen Most an, ehe es dann wenig später auf dem Hockenheimring weitergeht.