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Mit Fleiß zur Nominierung für den Bürgerpreis

Jahrelang haben sich Brigitte und Wilhelm Jeschke für ihren Heimatort Trebus engagiert. Der hat sich jetzt revanchiert.

© André Schulze

Von Frank-Uwe Michel

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Für eine der fünf Auszeichnungen beim diesjährigen Sächsischen Bürgerpreis hat es zwar nicht gereicht. Brigitte und Wilhelm Jeschke sind aber schon stolz auf ihre Nominierung. Die Gemeinde Hähnichen hatte die beiden Trebuser vorgeschlagen, „weil sie die Heimatstube im Ort aufgebaut und über viele Jahre ganz liebevoll betreut haben“, so Bürgermeister Werner Queiser. Aber auch sonst sei das Ehepaar sehr engagiert gewesen. „Auf jeden Fall haben sich die beiden ihre Nominierung redlich verdient.“

Vor ein paar Tagen gehörten sie in der Dresdner Frauenkirche zu jenen 114 Auserwählten, die in mehreren Kategorien vorgeschlagen worden waren – Brigitte und Wilhelm Jeschke für ihr kulturell-geistliches Engagement. „Wir waren absolut überrascht, hatten von dieser Ehre nichts geahnt“, freuen sich die beiden immer noch. Und sie erzählen von „unserem Heimatstübchen“, das sie seit 1999 unter ihren Fittichen hatten. „Über die Jahre sind natürlich viele Dinge zusammengekommen, die wir zu Hause gar nicht mehr unterbringen konnten. Deshalb fragten wir bei der Gemeinde nach, ob man uns in der alten Schule Räume geben könnte“, erinnert sich Wilhelm Jeschke. Der 80-Jährige und seine nur wenige Monate jüngere Frau erhielten die Zusage und richteten drei Zimmer ein. Eins mit Puppen, Kinderwagen und allerlei Spielzeug aus der Vergangenheit. Ein anderes mit historischem Hausrat und Schulzeug. Und das dritte mit kleinen landwirtschaftlichen Geräten.

Der Zuspruch von Interessenten war über all die Jahre gut, erinnert sich das Ehepaar. „Wir hatten manchmal bis zu 1 000 Leute da“, sagt Wilhelm Jeschke stolz, der zehn Jahre auch Heidekönig war und noch länger den Umzug beim Heidefest organisierte. Zuletzt noch bei der Bundestagswahl im September 2017 hätten sie im Flur der alten Schule eine kleine Ausstellung mit historischen Bildern aus Trebus, Alben vom Heidefest der Blasmusik und mit anderen heimatgeschichtlichen Utensilien aufgebaut. „Das war ein voller Erfolg“, schwärmt Brigitte Jeschke. Umso schwerer fiel es ihr und ihrem Mann, die Heimatstube im Januar 2018 altersbedingt abzugeben.

Nun befindet sich die Trebuser Sammlung unter der Regie von Annett Preuß. Eine Wiedereröffnung sei möglich, sagt die Rothenburger Pflegedienstchefin. Aber in einem etwas veränderten Rahmen. Dies hänge jedoch von verschiedenen Faktoren ab, die aktuell noch in der Schwebe hingen.