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Familie

Mit gutem Beispiel voranfahren!

Fahrradfahrer leben im Straßenverkehr nicht ungefährlich. Helme schützen zumindest den Kopf. Eltern sollten Kindern ein Vorbild sein. 

© pixabay.com/manfredrichter (Symbolfoto)

Stuttgart. Kinder radeln am besten nur mit Helm. Damit sie das auch tun, sollten Eltern als gute Vorbilder immer selbst den Kopfschutz aufsetzen. Das rät die Expertenorganisation Dekra. Es gibt in Deutschland für Fahrradfahrer zwar keine Pflicht, einen Helm zu tragen. Dekra-Experten raten Radlern aber "dringend" dazu, um sich bei einem Sturz oder Unfall besser zu schützen.

"Mit Helm verringert sich bei einem Unfall die Schwere der Kopfverletzungen in der Regel erheblich", erklärt Dekra-Unfallforscherin Stefanie Ritter. Das gelte besonders für ältere Menschen, bei denen das Risiko als Radfahrer ums Leben zu kommen um ein Mehrfaches höher liegt als bei Jüngeren.

Haupt-Unfallschuld trifft meist den Autofahrer

Laut einer aktuellen Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) fühlen sich Radfahrer in Deutschland im Straßenverkehr immer unsicherer. Zu mehr Sicherheit können vor allem Autofahrer beitragen, indem sie sich Radlern gegenüber rücksichtsvoll und fair verhalten. Denn in drei von vier Fällen ist laut Dekra der Pkw der Unfallgegner eines Radlers. Etwa genauso oft sind demnach Autofahrer daran hauptsächlich schuld, beispielsweise weil sie zu schnell fuhren oder zu wenig Abstand hielten.

Radler stellen ihren Fahrstil besser auf Fehler von Autofahrern ein, rät Dekra. Dem "ungleichen Duell" gehen sie besser aus dem Weg, nutzen möglichst Radwege, meiden stark befahrene Straßen und fahren an Kreuzungen defensiv.

Aber auch unter Radlern gibt es schwarze Schafe, die rote Ampeln und Vorfahrt von Autos missachten, Radwege nicht nutzen oder unvorsichtig auf die Straße wechseln, zählt die Expertenorganisation auf. Auch sei es wichtig, dass Radler klingeln, wenn sie Fußgänger oder andere Fahrradfahrer überholen. Und sie müssen genug Abstand halten. (dpa)

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