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Mit Innovationen zum Aufschwung

Die Lausitz-Allianz will unter anderem Fachkräfte herholen.Eine Löbauer Firma macht mit.

© Thomas Eichler

Von Mario Heinke

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Löbau. Die Umwelt-Lufttechnik AG (ULT) aus Löbau mischt jetzt mit beim Bündnis Lausitz-Allianz. Das gehört zu den 32 Antragsteams, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aufgefordert worden sind, bis Oktober ein Konzept zum Förderprogramm „WIR – Wandel durch Innovation in der Region“ einzureichen. Insgesamt wurden 105 Projektskizzen geprüft, die Ideen aus Zittau überzeugten das BMBF offensichtlich.

Mit dem Projekt „Lausitz – Life and Technology“ wollen die bisher schon über 30 Akteure in der Region neue Wege gehen, um technologische Neuerungen in Wirtschaftskraft zu überführen. Dafür werden aber auch gut ausgebildete und erfahrene Arbeitskräfte benötigt. Und nicht zuletzt gehören dazu attraktive Lebensbedingungen bis hin zur Kultur und zum öffentlichen Nahverkehr.

Um entsprechende Veränderungen umzusetzen, will sich die Lausitz-Allianz Fördergelder in Höhe von mehreren Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre sichern. „Der erste Schritt ist getan“, sagt Professor Tobias Zschunke, Prorektor Forschung an der Hochschule. Er ist im Rektorat für Transferprojekte und damit für den Bewerbungsprozess zuständig.

Das Bündnis aus Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Verbänden und Verwaltungen will technologische und soziale Innovationen auf den Weg bringen. Das große Ziel ist es, die Weiterentwicklung der Lausitz zu unterstützen. Federführend wird das interdisziplinäre Bündnis von der Hochschule, dem Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz, der Umwelt-Lufttechnik AG in Löbau und der Landkreisverwaltung Görlitz geleitet.

Neben den Technologiefeldern Energietechnik und Leichtbau soll zu den Themen Digitalisierung aller Lebensbereiche, bedarfsgerechte Ausbildung und attraktive Lebensräume zur Ansiedlung von Fachkräften geforscht und aktiv gehandelt werden. Auch die vorhandenen Partnerschaften zu Unternehmen und Einrichtungen in den Nachbarländern Polen und Tschechien sollen mit einfließen. In verschiedenen Veranstaltungen, die ab April beginnen sollen, werden die Ziele des Projektes noch klarer definiert, die technologische und sozialwissenschaftliche Ausrichtung festgelegt und fachspezifische Fragen geklärt.

„Wir müssen uns mit unserer Kernkompetenz im Energiebereich in Stellung bringen und Kompetenzen der Ingenieur-, Natur- und Sozialwissenschaften zusammenführen“, so Professor Zschunke. Er hat die Vision, dass es gelingen muss, durch einen dynamischen Aufschwung in der Region die materielle Lebensbasis selbst zu erwirtschaften und in der Oberlausitz eine international unübersehbare Wissenschafts- und Wirtschaftsregion zu entwickeln.

Sabine Scholz vom Zentrum für Wissens- und Technologietransfer der Hochschule ist die Ansprechpartnerin für weitere Partner, die in der Allianz mitwirken wollen. „Das Projekt ist sehr ambitioniert, da viele Partner zusammenarbeiten sollen“, sagt sie. Das Strategiekonzept wird im Oktober eingereicht, die Entscheidung über die Gewinner fällt Ende 2018.