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Mit Liebesperlen klappt’s auch beim Fußball

Dieses Jahr steht bei der Görlitzer Süßwarenfabrik Hoinkis ganz im Zeichen des runden Leders. Anlässlich der bevorstehenden Fußball-WM gibt die Firma eine Sonderedition der Liebesperlen heraus.

© nikolaischmidt.de

Görlitz. Einhörner prägten das vergangene Jahr bei der Görlitzer Süßwarenfabrik Hoinkis, dieses Jahr steht ganz im Zeichen des runden Leders. Anlässlich der bevorstehenden Fußball-WM gibt die Firma eine Sonderedition der Liebesperlen heraus mit Sammelaufkleber, Fußballmotiven und – einer Trillerpfeife. Solche besonderen Editionen bestimmen immer stärker das Geschäft, sagt Geschäftsführer Mathias Hoinkis. Der Handel erwartet zusätzlichen Umsatz und zieht mit, für die Produzenten sind solche Anlässe die passende Gelegenheit, um die Standardware anlassbezogen aufzuwerten, eben mit einer Trillerpfeife in diesem Fall. Die Görlitzer Firma mit ihren mehr als 20 Mitarbeitern und den vielen Helfern in den geschützten Werkstätten, die die Liebesperlen abfüllen, beliefert zudem seit Neuestem chinesische Drogerien und Apotheken mit Nahrungsergänzungsmitteln. Wahlweise mit Cranberry- oder mit Kürbiskern-Geschmack können die Görlitzer die Tabletten liefern. Im November reiste Hoinkis deshalb nach China, nun ist alles unter Dach und Fach. Das Wichtigste: Groß muss auf der Packung „Made in Germany“ stehen. Das zieht in China noch immer, ähnlich wie in manchen Ländern Mittel- und Osteuropas. Zwar stellen auch die Chinesen solche Tabletten her, aber die Konsumenten misstrauen noch immer den eigenen Herstellern – und greifen gern zur Ware aus Deutschland. Das steht für Qualität, auf die man sich verlassen kann. „Und die chinesischen Verbraucher haben ein großes Qualitätsbewusstsein“, brachte Mathias Hoinkis als Erkenntnis von seiner China-Reise mit.

Ein drittes Standbein ist für Hoinkis auch die Produktion von Kuchen-Dekor-Streusel. Für Großbäckereien liefert Hoinkis die Streusel in großen Säcken und palettenweise. Doch nun packt er auch kleinere Mengen ab, um auch für den Einzelhandel attraktiv zu sein. Zumal in der heimischen Küche vieles dekoriert wird – vom Donut über Eiscreme bis hin zu Kindergeburtstagskuchen. Die unzähligen Koch- und Backshows im Fernsehen tun ihr übriges, um den Trend zu verstärken, am eigenen Herd zu backen oder zu kochen. Mancher ahnt gar nicht, dass er Hoinkis-Streusel verwendet – das Unternehmen vertreibt seine Waren nicht nur unter eigenem Namen, sondern auch als Eigenmarke großer Handelsketten.

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Auch von der Süßwarenmesse in Köln jüngst kehrte Mathias Hoinkis zufrieden zurück. Jetzt wartet er, dass die Händler auf die Görlitzer zukommen und ordern. Vor allem in Europa sieht Hoinkis seinen Markt. Zwar ist auch der arabische Raum interessant, spielen Süßigkeiten auf den bunten Märkten in den Altstädten in Arabien eine große Rolle. „Aber die Hürden, auf diesen Märkten Fuß zu fassen, sind auch ziemlich hoch“, sagt Hoinkis. (SZ/sb)