merken

Mit neuen Mitgliedern zu neuen Höhen

Die Erfolge des Freitaler Spielmannszugs sollen fortgesetzt werden. Am besten mit neuen Gesichtern.

© Spielmannszug Freital

Von Rudi Sebrein

Freital. Bunte Kostüme, Choreografien im Gleichschritt und jede Menge Instrumente. Was so leicht aussieht, ist in Wirklichkeit harte Arbeit. Gemeint ist der Sport der Spielleute. Freitals Vertreter ist der städtische Spielmannszug Freital. Dieser kämpft mit einem immer wiederkehrenden Problem: der schwankenden Zahl der aktiven Mitglieder. Beinahe jedes Jahr beginnt die Suche von Neuem. Die heiße Phase der Mitgliederanwerbung startet jetzt zum Beginn eines neuen Schuljahres. Warum das so ist, erklärt Helga Heerwig, Vorsitzende des Freitaler Spielmannszugs. „Eigentlich liegt es auf der Hand. Viele beginnen nun ihre Lehre oder wechseln zum Beispiel von der Grundschule in eine weiterführende Schule. Dann beginnt oft, die Trainingsbeteiligung zu schleifen.“ Die verfügbare Freizeit, die immer mehr von Schule oder Arbeit eingenommen wird und weitere Wege mindern die Zahl der Mitglieder. Dies hat auch negative Auswirkungen auf die spielerische Qualität des Kinder- und des Erwachsenenspielmannzugs, da nur schwer ein konstanter und gemeinsamer Fortschritt erzielt werden kann. Ein Saisonstart auf einem einheitlichen spielerischen Level wäre somit die optimalste Lösung. „Dies ist jedoch nur schwer zu erreichen, da sich viele in unterschiedlichen Stationen ihrer Einzelausbildung befinden“, sagt Helga Heerwig.

Anzeige
Ferientipps für Sachsen
Ferientipps für Sachsen

Da ist sie, die schönste Zeit des Jahres - die Sommerferien! Wir haben die Freizeittipps für Familienausflüge in Sachsen und Umgebung.

Einzelausbildung ist das Stichwort, denn ohne Instrumente geht nichts. Eine Mitgliedschaft in dem zurzeit 65 Mitglieder starken Verein ist also besonders für Musikbegeisterte interessant. Jeder erhält eine Ausbildung an seinem Instrument, Notenlesen wird ebenfalls beigebracht. Die Ausbildung erfolgt durch die Mitarbeiter an den Instrumenten Querflöte und Signalhorn, der kleinen und großen Trommel sowie an Becken und Lyra. Zusätzlich wird in der Gruppe ein Repertoire an Choreografien einstudiert.

Eine bessere Gruppenstärke hätte somit auch einen positiven Effekt auf die vielen Wettkämpfe und Auftritte des Spielmannszugs. Zwischen zehn und 20 sind sie meist bei Auftritten, erzählt die Vereinsvorsitzende, die seit dem ersten gespielten Ton im Jahr 1968 dem Verein treu ist. „Im Vergleich zu anderen Gruppen sind wir wenige. Manche treten mit einer Zahl unter 30 oder 40 Mann gar nicht erst an“, sagt sie. Bei großen Gruppen fallen Fehler weniger auf, bei kleinen hängt also viel von der Einzelleistung ab. Trotz alldem wurden bereits viele Erfolge erzielt.

Besonders stolz ist man auf den vierten Platz des Kinderspielmannszugs bei den Landesmeisterschaften 2017. Neben den Wettbewerben steht dabei immer der Spaß im Vordergrund, wie beispielsweise beim jährlichen Familienfest. Ohne Training geht jedoch trotzdem nichts.

Dieses findet jeden Mittwoch in der Lessing-Schule von 17 Uhr bis 18.30 Uhr für die Kinder von acht bis 15 Jahren statt. Die Erwachsenen ab 16 Jahren trainieren im Anschluss. Interessierte haben jederzeit die Möglichkeit, sich während des Trainings einen Überblick zu verschaffen und können sich ebenfalls direkt vor Ort für den Verein anmelden. Kinder sollten dafür mindestens acht Jahre alt sein, aber auch für Erwachsene jeden Alters steht die Tür jederzeit offen. Zusätzlich wird für die Kinder einmal im Jahr ein Trainingslager veranstaltet, in welchem die Märsche und das Zusammenspiel verbessert werden sollen. Für die Erwachsenen findet dieses zweimal jährlich statt, da besonders vor den jährlichen Landesmeisterschaften eine optimale Vorbereitung erreicht werden soll.

www.spielmannszug-freital.de