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Mit Sorgen spielt man nicht

über angebliche Gefahren in Görlitz

© nikolaischmidt.de

Frank Seibel

Es ist nicht lange her, da hat der Bundesinnenminister dem Staat „Totalversagen“ in der Flüchtlingspolitik attestiert. Daraus daraus wurde ein Streit, der mit „Regierungskrise“ zu milde beschrieben wäre. Eine Folge des Dramas: Immer mehr Menschen machen sich Sorgen über die Flüchtlingssituation, obwohl sich die Lage objektiv deutlich entspannt hat.

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Das passiert, wenn Politiker, Institutionen und Medien meinen, sie müssten die Ängste in der Bevölkerung ernst nehmen, ohne allzu sehr auf Feinheiten zu achten. Wer, bitteschön, kommt auf die Idee, von „gefährlichen Orten“ zu sprechen, ohne sehr präzise einzugrenzen und zu bestimmen, was damit eigentlich gemeint ist?

Man kann beinahe schon wieder von Glück reden, dass die Polizeidirektion in Görlitz nicht nur uniformierte, sondern auch uninformierte Beamte hat. Es ist Unsinn, die komplette östliche Innenstadt einfach mal zur „historischen Altstadt“ zu erklären. Das ist so offensichtlich, dass jeder stutzen musste. Das waren ärgerliche „Fake News“.

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Wer weite Teile einer Stadt zum „gefährlichen Ort“ erklärt, muss sich nicht wundern, wenn Ängste ebenso blühen wie die Fantasie. Das ist schlicht fahrlässig. Dass das für eine Stadt, die den Tourismus braucht, auch wirtschaftlich schädlich ist, kommt hinzu.