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Mit Volldampf durch den Schnee

Nach dem massiven Schneefall gab es für den Winterdienst viel zu tun. Einige Straßen bleiben trotzdem noch gesperrt.

Der starke Schneefall hat auch den Freitaler Dr. Gerhard Steinig überrascht: „So viel Schnee gab es hier schon lange nicht mehr“, sagt er. Das hat sein Gutes. Für den Freitaler war das ein willkommener Anlass, sich körperlich zu betätigen.
Der starke Schneefall hat auch den Freitaler Dr. Gerhard Steinig überrascht: „So viel Schnee gab es hier schon lange nicht mehr“, sagt er. Das hat sein Gutes. Für den Freitaler war das ein willkommener Anlass, sich körperlich zu betätigen. © Egbert Kamprath

Mit voller Wucht ist der Winter am Sonntag zurückgekehrt. Es schneite unterbrochen. Unermüdlich waren und sind die Mitarbeiter der Straßenmeistereien und der Bauhöfe im Winterdienst unterwegs. Fleißig werden immer mehr Berge an Schnee aufgetürmt. Die Sächsische Zeitung gibt einen Überblick.

Winterdienst hat viel zu tun – erst wegen Glätte, dann wegen Schneefall

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Gut geschliffen durch verschärfte Zeiten
Gut geschliffen durch verschärfte Zeiten

Die Dresdner Firma Messer-Mager steht auch in diesen Zeiten für hochwertige Schneidwerkzeuge.

In allen Kommunen waren die Bauhöfe und Straßenmeistereien unterwegs, um die Straßen freizuhalten, so auch in Freital. Hier sorgten zudem vier Dienstleister dafür, Anliegerstraßen und Gebäude freizuräumen. Insgesamt gab es „keine nennenswerten Probleme“, sagt Freitals Rathaussprecher Matthias Weigel. Auch der Glashütter Bauhof hatte viel zu tun. Man werde noch zwei, drei Tage brauchen, um die Anliegerstraßen und Parkbuchten freizuschaufeln, sagt Bauhofleiter Veith Hanzsch. Seine Kollegen sind seit Sonntagmorgen im Einsatz. Zunächst stumpften sie die Straßen ab, dann schoben sie Schnee. Außerdem waren fünf Dienstleister „mit Mann und Maus“ unterwegs. „Das, was wir leisten konnten, haben wir geschafft.“

Straßen zwischen Kreischa, Hirschbach und Reinhardtsgrimma gesperrt

Der massive Schneefall hat mehrere Bäume im Waldgebiet zwischen Lungkwitz, Hausdorf, Hirschbach und Reinhardtsgrimma zu Fall gebracht. Darunter auch einige, die an den Straßen zwischen den Orten stehen. Am Sonntagabend gegen 18.30 Uhr habe man nach Absprache mit der Feuerwehr in Kreischa entschieden, die Straßen zu sperren, sagt Glashüttes Stadtwehrleiter Veith Hanzsch. Es sei zu gefährlich, die Straßen zu beräumen, weil es weiterhin eine sehr hohe Bruchgefahr gibt. Noch steht nicht fest, wann die Straßen Lungkwitz-Hausdorf und Lungkwitz-Hirschbach/Reinhardtsgrimma wieder befahren werden können, so Hanzsch. Seine Feuerwehr bittet auch darum, die Wälder nicht zu betreten und Fahrzeuge nicht unter Bäumen zu parken. Umgefallene Bäume gab es unter anderem auch in Freital-Niederhäslich, Obercunnersdorf und Edle Krone. Die Feuerwehren haben diese beseitigt. Ruhig geblieben ist es dafür in Tharandt. Es mussten keine Straßen gesperrt werden, sagt Tharandts Ortswehrleiter Sven Papperitz. 

Im Wald zwischen Lungkwitz und Hausdorf sind mehrere Fichten umgeknickt. (Fotos: Egbert Kamprath)
Im Wald zwischen Lungkwitz und Hausdorf sind mehrere Fichten umgeknickt. (Fotos: Egbert Kamprath)
Wegen umgeknickten Bäume wurden mehrere Straßen gesperrt.
Wegen umgeknickten Bäume wurden mehrere Straßen gesperrt.
Am Montag war die Weißeritztalbahn mit dem Schneepflug unterwegs, um die Strecke wieder frei zu bekommen.
Am Montag war die Weißeritztalbahn mit dem Schneepflug unterwegs, um die Strecke wieder frei zu bekommen.
Es passiert nicht oft, dass der Freitaler Handwerkerbrunnen mit Schnee bedeckt ist.
Es passiert nicht oft, dass der Freitaler Handwerkerbrunnen mit Schnee bedeckt ist.
Viel zu tun gab es in den letzten Stunden für die Bauhöfe und Straßenmeistereien, so auch in Lungkwitz.
Viel zu tun gab es in den letzten Stunden für die Bauhöfe und Straßenmeistereien, so auch in Lungkwitz.

Busausfälle wegen Straßensperren

Wegen der winterlichen Straßenverhältnisse kam es zu zahlreichen Verspätungen im Busverkehr. Aufgrund der genannten Sperrungen waren besonders die RVD-Linien 386 und 389 betroffen. Wie das Verkehrsunternehmen mitteilte, kam es auch auf den Linien 343, 375 und 382 zu Einschränkungen und Verspätungen. Am Montagmorgen war auch Oberhäslich für Linienbusse nicht erreichbar, weil ein querstehender Lkw die Straße blockierte. Ab 9.30 Uhr konnte Oberhäslich wieder angefahren werden.

Weißeritztalbahn mit Pflug unterwegs

Die Weißeritztalbahn musste wegen des starken Schneefalls eine Pause einlegen. Am Montagvormittag wurde die Strecke mit dem Schneepflug beräumt. Laut Bahnbetreiber SDG hatte der Schneepflug am Morgen eine Havarie. Deshalb verzögerte sich die Aufnahme des Bahnverkehrs.

Wunderbares Winterwetter in den nächsten Tagen

In Zinnwald sind von Sonntag zu Montag 25 Zentimeter Schnee gefallen. Damit ist die Schneedecke auf 1,25 Meter angewachsen. In den nächsten Tagen wird es keine stärkeren Schneefälle geben, sagt Norbert Märcz, Chef des Wettervereins Zinnwald. Er ist zuversichtlich, dass die guten Wintersportbedingungen bis zum Freitag anhalten. Montagmittag zeigte das Thermometer minus zwei Grad Celsius an. Erst am Wochenende soll es wärmer werden.

Beste Wintersportbedingungen für Abfahrtsski und Langläufer

In der Wintersportregion Altenberg lagen am Montagmorgen 85 Zentimeter Schnee. Die Liftanlagen in Altenberg, Geising, Schellerhau und Rehefeld hatten geöffnet. Auch Langläufer kamen auf ihre Kosten, wenn auch mit Einschränkungen. So waren die Rundloipen am Kahleberg und der Scharspitze bereits gespurt. (SZ/mb/gk/aeh)

Die SZ ruft zum Fotowettbewerb um die schönsten Aufnahmen der kalten Jahreszeit auf. 

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