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Mitbewohner des getöteten Asylbewerbers bleiben in Plattenbau wohnen

Sie wollen bleiben: Nach dem gewaltsamen Tod eines 20-jährigen Asylbewerbers in Dresden bleiben dessen Mitbewohner aus Eritrea in dem Plattenbau im Dresdner Südosten wohnen.

© dpa

Dresden. Nach dem gewaltsamen Tod eines 20-jährigen Asylbewerbers in Dresden bleiben dessen Mitbewohner aus Eritrea in dem Plattenbau im Dresdner Südosten wohnen. Das sei der Wunsch der jungen Männer, teilte ein Stadtsprecher am Dienstag mit. Zuvor habe es intensive Gespräche mit der Stadt gegeben, auch Umzugspläne wurden diskutiert. Die Mitbewohner würden nun nicht nur von Sozialarbeitern, sondern auch von Psychologen der Krisenintervention betreut. Ein Dolmetscher hilft bei der Übersetzung.

Die Leiche des Mannes war am 13. Januar in der Nähe seines Wohnhauses gefunden worden. Er starb durch Messerstiche. Motiv und Hintergrund der Tat sind noch unklar. Am Wochenende hatten Tausende Menschen in Dresden und Berlin an den Flüchtling namens Khaled erinnert. Der Fall hat nach Angaben des Flüchtlingsrates bei in Dresden lebenden Ausländern Angst hervorgerufen.

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Nach Angaben der Arbeiterwohlfahrt (AWO), deren Sozialarbeiter sich um die Landsleute des getöteten Asylbewerbers kümmern, hat der Tod des Mannes bei vielen Dresdnern Solidarität ausgelöst. „Sie bringen Essen vorbei, die jungen Männer werden in Jugendclubs eingeladen“, sagte eine Sprecherin. Auf Facebook hat sich zudem eine Gruppe „Monday Night Buddies“ gegründet, die Flüchtlingen anbietet, montags zu Gesprächen oder zum gemeinsamen Kochen vorbeizukommen. Zuvor hatten Ausländer in Dresden bekundet, sich wegen der montäglichen Pegida-Demonstrationen nicht mehr auf die Straße zu trauen. (dpa)