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Mitreden bei der neuen Oberschule

Eine Arbeitsgruppe, zu der auch Eltern und Lehrer gehören, will ihre Ideen einbringen, wenn das Gebäude im Rothenburger Stadtzentrum geplant wird.

© André Schulze

Von Frank-Uwe Michel

Rothenburg. Einfach dürfte es nicht werden, die neue Oberschule an dem vom Stadtrat beschlossenen Standort an der Jahnstraße zu planen. Immerhin sind viele Eckpunkte zu beachten - so die räumliche Begrenztheit des Areals, die unmittelbare Nachbarschaft zur Wohnbebauung, die Inanspruchnahme der Flächen des Sportvereins sowie die Verträglichkeit zwischen Ober- und der nur einen Katzensprung entfernten Grundschule.

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All dies in Einklang zu bringen will man nicht nur den Planern überlassen, sondern soll auch von einer Arbeitsgruppe mit voran gebracht werden, die laut Bürgermeisterin Heike Böhm „von den späteren Nutzern“ gebildet wird. Nutzer seien in diesem Fall diejenigen, die hier lernen, lehren und arbeiten sollen. „Sie sind die Experten ihrer Lern-, Lebens- und Arbeitswelt.“ Insbesondere sollen in dem Gremium Vertreter der Schulleitung, des Lehrerkollegiums und der Schüler mitwirken. Auch Eltern will man mit einbeziehen, da sie die Erziehungsverantwortung für ihre Kinder tragen. Mit der Schulkonferenz sei bereits ein formeller Rahmen gegeben, so die Rathauschefin, unter deren Leitung sich die Arbeitsgruppe trifft. Integriert werden müsse zudem das Wissen der Architekten und Planer. „Allein von der Anzahl und Unterschiedlichkeit der Experten her wird der Beteiligungsprozess eine Herausforderung“, glaubt Heike Böhm. Im Mittelpunkt der Beratungen müssten die Bedürfnisse der Oberschule stehen. Dazu solle auch die Schulkonferenz eine Arbeitsgruppe mit analoger Zusammensetzung bilden - eine Schulbaukonferenz.

Innerhalb des vom Gesetzgeber festgelegten Rahmens gibt es nach Angaben der Rothenburger Bürgermeisterin genügend Raum für individuelle und fachlich begründete Wünsche und Bedürfnisse, die eingebracht werden können: „Alle Experten sind eingeladen, gemeinsam eine moderne, ästhetische und zukunftsfähige Schule zu gestalten.“

Der Bau der neuen Oberschule an der Jahnstraße, nicht weit vom Rothenburger Zentrum entfernt, wird durch die Erweiterung der Hochschule der Sächsischen Polizei notwendig. Der Stadtrat hatte sich dazu entschlossen, dem Freistaat dafür das benachbarte Oberschulgelände an der Friedensstraße zur Verfügung zu stellen. Eine Machbarkeitsstudie ergab dann, dass sich der günstigste Neubaustandort nicht an der Friedensstraße, sondern an der Jahnstraße befindet.