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Döbeln

Freiberger verschenkt 60.000 Euro

Die anonyme Spende soll nicht nur allen Gemeindefeuerwehren des Landkreises Döbeln zugutekommen. Auch Notfallpatienten können besser versorgt werden.

Ein Defibrillator soll dank der Spende künftig allen Gemeindefeuerwehren zur Verfügung stehen.
Ein Defibrillator soll dank der Spende künftig allen Gemeindefeuerwehren zur Verfügung stehen. © dpa

Grund zum Feiern hat der mittelsächsische Kreisfeuerwehrverband in diesem Jahr gleich mehrfach. Zum einen kann der Verband auf zehn Jahre seines Bestehens zurückblicken. Mindestens genauso groß ist die Freude bei dem Vorstandsvorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen, Michael Tatz über eine unerwartete und besonders großzügige Spende.

Ganze 60.000 Euro möchte ein Mittelsachse dem Verband zur Verfügung stellen. „Statt in eine Party, wollen wir das Geld in die Sicherheit unserer mittelsächsischen Feuerwehren investieren“, so Tatz dazu.

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Alle Gemeindewehren des Landkreises sollen einen Automatisierten Elektrischen Defibrillator (AED) erhalten. „Wir haben insgesamt 53 Gemeindefeuerwehren und das heißt, in jedem Gemeindegebiet wird dann ein Gerät verfügbar sein“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Ein solches Gerät – inklusive Zubehör – würde eine Gemeinde fast 2.000 Euro kosten. Die Defibrillatoren sollen für die Kameraden einfach zu bedienen sein und möglichst robust sein.

Als Referatsleiter Sozialwesen im Landesfeuerwehrverband habe er auch zur Kenntnis nehmenmüssen, dass die sächsischen Feuerwehren immer wieder mit dem Thema Tod nach Kammerflimmern konfrontiert werden. „Aus diesem Grund halte ich die Ausstattung mit diesen Geräten in Mittelsachsens Gemeindefeuerwehren für einen wichtigen und sinnvollen Schritt“, so Michael Tatz

Jährlich erleiden in Deutschland mehr als 120.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Dass nicht mehr richtig schlagende Herz führt rasch zur Bewusstlosigkeit. Eine Defibrillation ist die einzig erfolgreiche Hilfsmaßnahme, um ein zum Tode führendes Herzkammerflimmern zu beenden. Entscheidend ist hierbei der Faktor Zeit. Je eher ein Defibrillator zum Einsatz kommen kann, desto größer die Überlebenschance für den Betroffenen.

Der großzügige Spender ist ein Freiberger, der einer Feuerwehrfamilie entstammt. „Wir haben mit ihm gesprochen. Er hat deutlich gemacht, dass er mit seiner Spende anonym bleiben will“, erklärt Tatz.

Die Übergabe und Einweisung in die Geräte soll Ende des Monats in Freiberg stattfinden. Die Gemeindewehrleiter erhalten dazu eine gesonderte Einladung.