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Döbeln

Mittelsachsen gehören zu den Fleißigsten

Auf 20 Arbeitsstunden mehr als der sächsische Durchschnitt kommen die Menschen im Landkreis. Unterschiede gibt es auch in den Branchen.

Mithilfe moderner Computertechnik lässt sich die Arbeitszeit von Mitarbeiter in Unternehmen und Einrichtungen erfassen.
Mithilfe moderner Computertechnik lässt sich die Arbeitszeit von Mitarbeiter in Unternehmen und Einrichtungen erfassen. © dpa

Döbeln. Mit 1.437 durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden im Jahr 2017 gehören die Mittelsachsen im Vergleich zu allen anderen Landkreisen und Großstädten des Freistaates zu den fleißigsten Erwerbstätigen. Nur die Nordsachsen arbeiten noch mehr. Sie kommen auf 1.439 Stunden. Das hat das Statistische Landesamt festgestellt.

Mit 20 Stunden über dem Sachsen-Durchschnitt (1.417 Stunden) lag der Landkreis Mittelsachsen damit an der zweiten Stelle von allen sächsischen Kreisen, dicht gefolgt vom Landkreis Meißen und dem Kreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge mit 1.436 Stunden. Das dazu im Gegensatz geringste Arbeitspensum je Erwerbstätigen wurde in der Stadt Chemnitz mit 1.396 Stunden je Person erbracht.

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Innerhalb der einzelnen Branchen gab es bei der Pro-Kopf-Arbeitszeit ebenfalls deutliche Unterschiede. Mit 1.634 Stunden arbeitete ein Erwerbstätiger im Baugewerbe in Sachsen am längsten – hier verzeichnete der Vogtlandkreis innerhalb Sachsens mit 1.647 Stunden das höchste Arbeitspensum. Das niedrigste in dieser Branche wurde pro Person mit 1.619 Stunden in der Stadt Leipzig festgestellt.

Im Gegensatz dazu betrug die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen, Finanz- und Unternehmensdienstleister nur 1.360 Stunden. Hier war innerhalb Sachsens die Pro-Kopf-Arbeitszeit 2017 mit 1.337 Stunden im Landkreis Görlitz am niedrigsten und mit 1.412 Stunden im Vogtlandkreis am höchsten. Ursachen für die Unterschiede zwischen den Regionen und den Branchen waren zum Beispiel die unterschiedlichen Arbeitszeiten sowie die weiterhin steigende Bedeutung von Teilzeitbeschäftigung und der Anteil marginaler Beschäftigung.

Insgesamt erbrachten die reichlich zwei Millionen erwerbstätigen Sachsen im Jahr 2017 über 2,91 Milliarden Arbeitsstunden (Mittelsachsen: 206,6 Millionen). Das waren 1,1 Prozent mehr als noch im Jahr 2016 beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als 2010.

Obwohl Mittelsachsen nach wie vor zur Spitze gehört, hat sich die Arbeitszeit im Vergleich zum Jahr davor um 0,5 Prozent verringert. Rückblickend auf das Jahr 2010 ist sogar ein Rückgang von 3,9 Prozent festzustellen. In der Stadt Leipzig gab es dagegen einen Zuwachs um 2,4 Prozent verglichen mit 2016 und ganze 10,6 Prozent Zuwachs im Vergleich zu 2010. (DA/vt)