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Döbeln

Mittelsachsen siegen in Brno

Vorjahresmeister übernehmen nach Laufsieg die Führung im German Endurance Cup. Das Ziel ist die Titelverteidigung.

Stefan Genscher aus Waldheim (links) und der Roßweiner Tino Striegler freuen sich über den Sieg beim Lauf zum German Endurance Cup im tschechischen Brno. © privat

Waldheim. Die Motorsportsaison ist in vollem Gange. Auch für das Waldheimer World Endurance Racing Team Bipro Legends. Nach dem zweiten Platz zum Saisonauftakt in Most Mitte Mai, starteten Stefan Genscher und seine Mitstreiter beim zweiten Saisonlauf des German Endurance Cup, einer deutschen Langstreckenmeisterschaft, im Rahmen der Bikepromotion-Meisterschaft im tschechischen Brno. Mit Erfolg, denn die Waldheimer entschieden das Rennen in ihrer Klasse zu ihren Gunsten.

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Im Feld der insgesamt 46 Starter, sechs davon in der sogenannten Einmotorradklasse, bewegten sich Stefan Genscher und Tino Striegler aus Roßwein im Vorderfeld des Gesamtpulks.

Rennen nach WM-Regeln

„Wir fahren in einer Klasse mit einem Motorrad nach Weltmeisterschaftsregeln. Das bedeutet Boxenstopps und Nachtanken, während die Teams in den anderen Klassen die Motorräder mit den Fahrern wechseln“, erklärt Genscher und fügt an: „Unsere Boxenstopps kosten natürlich Zeit.“ 

Für die Reihenfolge in der eigenen Klasse hat das natürlich keine Auswirkungen, da alle nach diesen Regeln fahren. Im Training allerdings verwachsten sich die Mittelsachsen völlig. „Wir hatten Probleme mit dem Grip“, sagt Genscher und weiter: „Wir hatten versucht, in den ersten drei Trainingssitzungen eine Abstimmung zu finden. Aber es waren extreme Bedingungen unter anderem mit Hagel.“

Erst am Nachmittag, in der vierten Trainingssitzung, lief es dann besser, passten die Einstellungen der Suzuki GSX-R1000 zur Strecke. „Die Zeiten für die Startaufstellung waren allerdings schon am Vormittag genommen worden. Und so standen wir, weil im Training überhaupt nichts ging, auf Platz 32. Also fast ganz hinten“, so Genscher.

Im Rennen sollte sich das dann aber umgehend ändern. Nach dem Le Mans-Start – von einem solchen wird gesprochen, wenn sich die Fahrer bei der Startfreigabe nicht auf ihrem Fahrzeug sitzen, sondern einige Meter von ihm entfernt wie Leichtathleten hinter einer Startlinie stehen, anschließend zum Fahrzeug laufen und es starten – änderte sich das umgehend. Stefan Genscher, der den Auftaktturn fuhr, kam super weg. 

„Es geht darum, so schnell wie möglich auf der Maschine zu sitzen und loszufahren. Da kassiert man schon mal zehn Mann auf einen Schlag“, so der routinierte Pilot. Die erste Runde beendete er dann auf dem zwölften Rang. Kurzfristig entschieden die Waldheimer, das zweistündige Rennen mit drei statt mit zwei Boxenstopps zu bestreiten. „Wir sind da auf Nummer sicher gegangen, da die Bedingungen nicht einfach waren und wir in einer Trainingssession ohne Sprit stehengeblieben sind“, sagt Genscher.

Waldheimer gehen kein Risiko

So fuhren beide Piloten jeweils zweimal eine halbe Stunde. Im Rennverlauf bewegten sich die Mittelsachsen – je nach Boxenstopp – jeweils zwischen Platz zehn und 20. In ihrer Klasse dagegen übernahmen Stefan Genscher und Tino Striegler nach dem zweiten Wechsel, also nach rund einer Stunde, die Führung und gaben sie bis ins Ziel nicht wieder ab. „Das hat dann problemlos funktioniert“, sagt der Waldheimer.

Durch diesen Erfolg übernahm das Team aus der Zschopaustadt zugleich die Meisterschaftsführung. „Ziel ist es natürlich, den Titel, den wir bereits in den vergangenen beiden Jahren geholt haben, zu verteidigen“, sagt der 55-jährige Motorsportenthusiast, der neben Straßenrennen auch noch Moto-Cross fährt. Dazu müssten allerdings an den drei ausstehenden Rennwochenenden weitere Topplatzierungen errungen werden.

Der nächste Lauf steht am 16. August in Oschersleben an, wobei es sich da um einen Europameisterschaftslauf handelt. Danach folgt am 6. September das Rennen in Most, ebenfalls über sechs Stunden, bevor die Saison am letzten Septemberwochenende in Brno mit einem Zweistundenrennen zu Ende geht.

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