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Döbeln

Mittelsachsens Firmen setzen weiter auf Kurzarbeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist dennoch um 220 gestiegen. Für Arbeitnehmer ist es schwer, eine neue Stelle zu finden.

©  dpa

Freiberg. Normalerweise belebt das Frühjahr den Arbeitsmarkt. Doch in diesem Jahr ist das anders. Coronabedingt stieg auch im Mai die Arbeitslosigkeit an. 220 Personen verloren im Vergleich zu April ihren Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote für Mai liegt damit bei 5,4 Prozent, eine Steigerung um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Dass sich der negative Trend auf dem Arbeitsmarkt fortsetzt, damit hatte Susan Heine, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, gerechnet. „Im Zuge der Corona-Krise ist der Arbeitsmarkt unter Druck geraten“, so Heine. Dennoch zeige die nur leichte Steigerung der Quote, dass bei aller wirtschaftlicher Dramatik die Firmen an der Weiterbeschäftigung ihrer Mitarbeiter interessiert seien und diese halten wollten, betont Heine.

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Dabei setzen nach wie vor viele Chefs auf Kurzarbeit. Mit ihr bauten viele Unternehmen eine Brücke, um ihre Beschäftigten zu halten und die Arbeitslosigkeit für die Menschen zu vermeiden, sagt Heine. Bis Ende April hatten über 3.500 Firmen aus Mittelsachsen für fast 38.000 Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt, heißt es im Bericht der Agentur für Arbeit Freiberg. Im Mai sind 198 vorläufige Anzeigen für 2.930 Arbeitnehmer dazugekommen.

Schwierig ist es derzeit für Arbeitnehmer, einen neuen Job zu finden. Auch wenn auf dem Arbeitsmarkt 1.400 freie Stellen aus Mittelsachsen gemeldet werden. Im Vergleich zu Mai 2019 sind jedoch fast 50 Prozent weniger Stellen neu dazugekommen. Gesunken ist auch die Zahl derjenigen, die die Arbeitslosigkeit beendet haben. Fast 50 Prozent weniger sind aus dieser wieder in eine Beschäftigung oder Maßnahme gewechselt. 

Ursache dafür seien unter anderem auch die starken Einschränkungen bei Maßnahmen, die eine Präsenz der Teilnehmer erfordern.

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