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Gesundheit

Moderne Zahnimplantate

Alles Wissenswerte im Überblick.

© Joseph Shomelian

Die Zähne sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheit. Dementsprechend negative Auswirkungen können schlechte oder gar fehlende Zähne haben. Gerade bei sichtbaren Stellen, aber auch im hinteren Teil des Gebisses, eignen sich in solchen Fällen immer Zahnimplantate in Berlin zur Korrektur. Doch was verstehen wir unter einem Zahnimplantat? 

Nachdem beim Menschen nach den zweiten Zähnen keine weiteren Zähne mehr nachwachsen, muss auf künstliche Lösungen zurückgegriffen werden. Seit bereits mehr als vier Jahrzehnten hat sich dabei das Material Titan für die Herstellung von Zahnimplantaten durchgesetzt. Daraus wird eine künstliche Zahnwurzel geformt. Alternativ zu reinem Titan kommen bei manchen Implantologen mittlerweile auch Implantate aus Zirkondioxid zum Einsatz. In manchen Fällen ist es notwendig vor Einsetzen des Implantats den dafür notwendigen Kieferknochen neu aufzubauen, dazu später mehr. 

Was spricht für ein Zahnimplantat

Im Vergleich mit anderen Maßnahmen zum Erhalt, bzw. Wiederaufbau von Zähnen, verfügt das Zahnimplantat über zahlreiche Vorteile. Nachfolgend eine kleine Auflistung der Punkte, die für den Ersatz von Zähnen mittels Implantaten sprechen:

• Von allen möglichen Maßnahmen sind die Zahnimplantate jene, die dem natürlichen Zahn am Nächsten kommen. Dadurch entsteht zusätzlich der Vorteil, dass dieser optisch ansprechend wirkt und kaum erkennbare Unterschiede zu einem echten Zahn aufweist.

• Da durch das Zahnimplantat der Kieferknochen wieder belastet wird, wird dieser entsprechend "trainiert" und es kommt zu keinem Knochenabbau.

• Zahnimplantate bieten umliegenden gesunden Zähnen Stabilität

• Im Vergleich zu einem echten Zahn lässt sich kein Verlust der Bissfähigkeit, bzw. Bissfestigkeit feststellen.

• allergische Reaktionen oder Abstoßungen der Zahnimplantate sind quasi ausgeschlossen 

Zahnimplantate benötigen keine lange Installationszeit

Ein weiterer positiver Aspekt von Zahnimplantaten ist der Umstand, dass der Eingriff relativ schnell ausgeführt werden kann. Bei erfahrenen und geschulten Implantologen beläuft sich die Behandlungszeit für das eigentliche Einsetzen der künstlichen Zahnwurzel in unkomplizierten Fällen im Schnitt auf ca. 30 bis 60 Minuten. Ansonsten ist aber auch darauf zu achten, dass nach der Behandlung eine mehrmonatige Zeit einzuplanen ist, bis alles komplett abgeheilt ist, die Zahnimplantate zu 100% gefestigt sind und der Zahnersatz befestigt werden kann. Für die Zeit der Einheilung erhält der Patient eine provisorische Versorgung.

Preise vergleichen zahlt sich aus

Ein nicht unwesentlicher Punkt sind sicherlich auch die Kosten, die für die Zahnimplantate anfallen. Vorab sei gesagt, dass sich hierbei keine feste Summe nennen lassen, da dies jeweils von Patient zu Patient unterschiedlich ausfallen kann. Dabei spielen mehrere Faktoren eine gewichtige Rolle, die die genauen Kosten für das Zahnimplantat zu einer Variablen machen. So stellt sich unter anderem die Frage, wie viele Implantate notwendig sind, welches Material verwendet wird und wie hoch die Kosten im jeweiligen Labor ausfallen. 

Weiterhin spielt natürlich auch eine Rolle, ob direkt mit der Behandlung begonnen werden kann, oder beispielsweise noch weitere Schritte, wie etwa ein Knochenaufbau oder die Behandlung von eventuell diagnostizierter Parodontose erfolgen muss. Grob lässt sich sagen, dass ohne eine entsprechend vorhandene Zahnversicherung die Kosten für einen einzelnen Zahn, je nach Zahnarzt, zwischen 1.200 und 1.500 Euro beginnen und je nach Intensität der Behandlung nach oben hin offen sind. Vor Beginn der Behandlung wird ein individueller Kostenvoranschlag erstellt.

Die unterschiedlichen Implantat-Typen

Zusätzlich wird vor dem Einsatz des Implantats noch bestimmt, welcher Implantat-Typ zum Einsatz kommen soll. Dabei lässt sich grob zwischen Standard-, kurzem Implantat, KFO- Implantat und Disk- Implantat unterscheiden.

Die Standard-Implantate werden, wie der Name bereits vermuten lässt, am häufigsten verwendet und zeichnen sich durch eine Größe von neun bis vierzehn Millimetern aus. Ein kurzes Zahnimplantat kommt auf eine Länge von rund fünf bis sieben Millimetern und wird vor allem bei Patienten verwendet, die mit einem stark abgebauten Knochen zu kämpfen haben. KFO- und Disk- Implantate hingegen kommen vor allem bei Patienten zum Einsatz, die unter sonstigen Abnormitäten, wie sehr schiefen Zähnen oder Ähnlichem leiden. 

Knochenaufbau vom Spezialisten

Wenn die Lücke im Gebiss bereits seit längerer Zeit besteht, baut sich mit der Zeit der Knochen immer weiter ab. Ab einem bestimmten Grad lässt sich ein Zahnimplantat nicht mehr ohne Weiteres in den geschwächten Knochen einsetzen. Stattdessen ist es notwendig, dass vor der eigentlichen Behandlung ein Knochenaufbau vorgenommen wird. Die Nicht-Behandlung solcher fehlender Zähne ist nicht nur ein optischer Makel, sondern kann mitunter auch schwere gesundheitliche Folgen haben. 

Vor allem ist der Vorteil eines vorherigen Knochenaufbaus, dass die Implantate eine längere Lebenszeit haben, wenn der Kieferknochen möglichst dick und ausgeprägt ist. Bei dem so genannten Knochenaufbau handelt es sich um einen operativen Eingriff. Daher gilt: Für ein Zahnimplantat, bzw. den vorherigen Knochenaufbau, sollte immer ein Experte aufgesucht werden. Ein Experte in diesem Gebiet mit jahrelanger Erfahrung ist beispielsweise Dr. Heinrich aus Berlin.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Karsten Blüher.