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Döbeln

Möbelrücker und Pausenhofgestalter

Neustart im Corona-Modus: Sächsische.de begleitet eine Woche lang die Grundschule in Waldheim. Heute: Hausmeister Michael Küttner.

Vor den Toiletten der Grundschule Waldheim hat Hausmeister Michael Küttner Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt. Die werden von den Schülern auch rege genutzt.
Vor den Toiletten der Grundschule Waldheim hat Hausmeister Michael Küttner Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt. Die werden von den Schülern auch rege genutzt. © Dietmar Thomas

Waldheim. Es war schon irgendwie gespenstisch. Mit diesen Worten beschreibt Hausmeister Michael Küttner die zurückliegenden Wochen an seinem Arbeitsplatz in der Waldheimer Grundschule. „Am schlimmsten war es, als nur die Notbetreuung im Haus war“, sagt er. Da sei ihm alles viel zu ruhig gewesen.

In den 25 Jahren, die Michael Küttner in der Grundschule arbeitet, ist ihm eine solche Situation noch nie widerfahren. „Hier ist immer was los, auch in den Ferien. Die Hort- und Kita-Kinder sind ja trotzdem im Haus.“ Da gefällt es dem Hausmeister schon viel besser, dass seit Montag wieder Leben eingezogen ist in das Haus am Waldheimer Schulberg. Auch wenn der Weg dahin alles andere als einfach war.

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Mehrmals hat er in den vergangenen Wochen die Klassenzimmer umgeräumt. Zunächst durften ab 4. Mai die Viertklässler unter strengen Auflagen wieder in die Schule. Die Klassen wurden geteilt. Jede Klasse benötigte ein eigenes Zimmer. Die Schüler saßen allein an ihren Tischen. 

Die übrig gebliebenen Stühle wurden aus den Zimmern geräumt. Aber ab diesem Tag kamen auch mehr Mädchen und Jungen in die Notbetreuung. „Das war ein ganz schöner Balance-Akt“, so der Hausmeister. Einerseits mussten die Abstandsregelungen eingehalten werden. Andererseits fehlen wegen der Bauarbeiten im Südflügel der Schule mindestens ein Drittel der Zimmer.

Vergangene Woche hieß es dann wieder umräumen. Seit 18. Mai dürfen alle Schüler wieder in die Bildungseinrichtung kommen. Die Zimmer wurden nun wieder so ausgestattet wie vor der Corona Zeit: In jedem Klassenraum stehen 14 Tische und 28 Stühle. So ist die Standardausstattung. „Der Mindestabstand ist jetzt innerhalb des Klassenverbandes außer Kraft gesetzt“, erklärt Michael Küttner. 

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Wohl aber dürfen sich die Kinder unterschiedlicher Klassen auf dem Pausenhof nicht begegnen. Für den Hausmeister bedeutete das, für die zwölf Klassen zwölf Außenbereiche schaffen zu müssen. „Glücklicherweise haben wir ein großes Außengelände“, sagt er. Zum Abtrennen der einzelnen Bereiche nutzte er, so gut es ging, natürliche Abgrenzungen. „Ich hasse es, wenn überall Flatterband herum hängt“, sagt der Waldheimer.

Ganz vermeiden ließen sich die rot-weißen Markierungen aber nicht. Vor den Toiletten im Schulhaus und in den Ausweich-Toiletten in der Stadtsporthalle gibt es Wartebereiche, die mit Klebeband auf dem Fußboden gekennzeichnet sind. „Ich hoffe, wir bekommen das Band wieder rückstandslos von unserem neuen Fußboden ab, wenn das alles vorbei ist“, sagt Michael Küttner. 

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Der Nordflügel der Grundschule ist nämlich schon in den Jahren 2017/18 saniert worden. „Ich freue mich schon riesig, wenn auch der zweite Bauabschnitt fertig ist. Dann haben wir endlich ein schönes und modernes Schulgebäude.“ Lange dauert es nicht mehr. Den Planungen zufolge sollen die Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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