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Sport

Monarchs verpassen Endspiel

Die Dresdner Footballer verlieren erneut in Schwäbisch Hall. Dabei scheint der Plan von Trainer Ulrich Däuber anfangs aufzugehen.

Der Plan von Headcoach Ulrich Däuber ging in Schwäbisch Hall lange Zeit auf. Doch für eine Überraschung reichte es am Ende nicht.
Der Plan von Headcoach Ulrich Däuber ging in Schwäbisch Hall lange Zeit auf. Doch für eine Überraschung reichte es am Ende nicht. © Lutz Hentschel

Schwäbisch Hall. Die Zuversicht war groß, der Gegner am Ende aber doch zu stark: Die Footballer der Dresden Monarchs haben es verpasst, zum zweiten Mal nach 2013 in den German Bowl, das Endspiel um die deutsche Meisterschaft einzuziehen.

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Am Samstagabend unterlag das Team von Trainer Ulrich Däuber beim amtierenden Champion Schwäbisch Hall Unicorns mit 13:30.  Damit gab es für die Dresdner auch im fünften Anlauf an der Kocher nichts zu holen. Schlimmer noch, es war die höchste Niederlage bei der Mannschaft, die seit 2011 zum achten Mal das Finale erreichte.

Dabei sah es lange nicht danach aus. Vor dem Spiel hatte Däuber seinen Spielern attestiert, gut genug für eine Sensation zu sein. "Man muss natürlich solide spielen." Daran hielten sich seine Schützlinge zunächst.

Denn bei den mittlerweile im 50. Spiel ungeschlagenen Unicorns gingen die Monarchs sogar in Führung. Doch nach dem Touchdown von KeVonn Mabon vergab Florian Finke den möglichen Extrapunkt. Ein erster Hinweis darauf, dass auch die diesmal die saisontypische Unkonstanz nicht abgelegt werden konnte.

Mit ihrem Laufspiel beraubten sie den Gastgeber seiner Stärken, dessen Offensive kaum zur Entfaltung kam. Doch ewig funktionierte das nicht, auch wenn Schwäbisch Hall zunächst nur durch ein Fieldgoal verkürzen konnte. 

Doch dank zweier Touchdowns zogen die Unicorns auf 16:7 davon. Zu diesem Zeitpunkt schien bereits das zu passieren, wovor Däuber nach dem Viertelfinalerfolg gegen Marburg gewarnt hatte: " Man darf ihnen keinen großen Vorsprung geben." 

Doch reichten die Kräfte der Königlichen noch - vor der Halbzeitpause gelang Cheikhou Sow ein weiterer Touchdown, Finke holte diesmal den Extrapunkt - nur noch 13:16.

Nach der Pause schien Däubers Plan weiter aufzugehen. Die Defensive der Monarchs verhinderte weitere Punkte des Favoriten, stattdessen eröffnete sich die Möglichkeit, selbst wieder in Führung zu gehen. Doch statt eines Touchdowns hätte ein Field Goal wenigsten den Ausgleich bringen können. Doch der Ball flog nicht zwischen den Stangen hindurch, sondern rechts vorbei. 

Diese verpasste Gelegenheit sollte sich in den Köpfen der Dresdner festsetzen. Zwar versuchten sie weiter, den vorgegebenen Plan umzusetzen, doch es fehlte die Konsequenz, sodass Schwäbisch Hall am Ende noch zwei Touchdowns mit Zusatzpunkt gelangen. 

Der Versuch, dass Ergebnis wenigstens etwas erträglicher zu gestalten, misslang. Mit einer Interception 1:10 Minuten vor Schluss beendete die Partie vorzeitig. Am Ende also wieder das gewohnte Bild: jubelnde Unicorns, bedröppelte Monarchs.