merken

Moosdorf-Bild liegt unter Putz

Ein Werk des bekannten Künstlers schlummert unter der Schwimmhallen-Fassade. Ist es noch zu retten?

© Montage: SZ

Gröditz. Die Westfassade der 2013 geschlossenen Gröditzer Schwimmhalle zierte ab 1979 ein Wandbild des Gröditzer Künstlers Heinz-Detlef Moosdorf (SZ berichtete). Im Zuge der Sanierung um die Jahrtausendwende war das elf mal sechs Meter große Motiv überdeckt – aber nicht entfernt worden. Unter dem Fassadenputz und Wärmedämmplatten sei es noch vorhanden, so Ortschronist Paul Namyslik. Das bestätigen auch andere Gröditzer, die das Schicksal des Moosdorf-Stücks seinerzeit begleitet haben. An eine Rettung des aus Glaskröseln und -seide bestehenden Bildes, das einst in Moosdorfs Atelier vorgefertigt und dann an der Schwimmhalle montiert wurde, sei aber kaum zu denken. Bereits bei der Sanierung sei das Werk beschädigt worden, heißt es.

Auftragswerk der Stadt

Das seinerzeit von der Stadt Gröditz in Auftrag gegebene Wandbild stand unter dem Thema „Der Sport als Beherrschung des Körpers und des Geistes, das ihm innewohnende Disziplinierte und Spielerische, das Völkerverbindende, das nach Leistung Strebende“, heißt es in der Stadtchronik. – Der 1976 eröffneten und 2013 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossenen Gröditzer Schwimmhalle droht der Abriss in den nächsten Jahren. Entsprechende Pläne sind Teil einer groß angelegten Umgestaltung des Sportareals am Eichenhain. Zu der hat sich die Stadtpolitik bekannt. Voraussichtlich schon dem kommenden Jahr soll auf der derzeitigen Agrarfläche gegenüber der Sport- und Schwimmhalle eine neue Mehrzweck-Sporthalle gebaut werden. Außerdem sollen Zuwegung und Parkplätze am Waldweg umgestaltet werden. Auch ein Sporthort ist neben der neuen Sporthalle perspektivisch vorgesehen. Für die Umgestaltung des Eichenhains geht die Stadt Gröditz von einer Investitionssumme von bis zu acht Millionen Euro aus. Das wäre etwa doppelt so viel, wie die Sanierung des Dreiseithofs gekostet hat. (SZ/ewe)

Anzeige
Neuer Wohnraum für Senioren in Hartha
Neuer Wohnraum für Senioren in Hartha

Die WBG Kontakt modernisiert umfassend eine Wohnanlage in der Döbelner Straße in Hartha. Das Ergebnis ist ein echter Gewinn für die Stadt.