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Mordanklage stützt sich nur auf Indizien

Am 29. August wird der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Döbelner Bistro-Betreibers am Chemnitzer Landgericht beginnen. Zehn Verhandlungstage sind zurzeit eingeplant. Der letzte soll der 26. November sein.

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Am 29. August wird der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Döbelner Bistro-Betreibers am Chemnitzer Landgericht beginnen. Zehn Verhandlungstage sind zurzeit eingeplant. Der letzte soll der 26. November sein. Wie der Pressesprecher des Landgerichts, Staatsanwalt Thomas Mrodzinsky, sagte, gehe man nicht von einem schnellen Verfahren aus. „Uns steht ein Indizienprozess bevor.“

Angeklagt ist ein 32 Jahre alter Mann, der seit März in Untersuchungshaft sitzt. Er soll den Bistro-Betreiber am 1. November 2011 in dessen Imbiss erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet persönliche und geschäftliche Gründe hinter dem Mord. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. Er soll außerdem einen Komplizen gehabt haben, mit dem er die Tat geplant hat. Nach diesem Mann wird noch gesucht. Das Verfahren gegen ihn wurde abgetrennt. Der Verteidiger des Angeklagten, Enrico Brand aus Waldheim, hat einen Antrag gestellt, dass der Komplize als Zeuge vor Gericht aussagen soll. Außerdem will Brand einen Sachverständigen zu den gefundenen DNA- und Schmauchspuren an einer Mütze hören. (pz)