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Politik

Morddrohung gegen SPD-Chefin Esken

Die Mail war mit "NSU 2.0" unterschrieben. Esken ist nicht die erste Politikerin, die kürzlich bedroht wurde.

Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, wird bedroht.
Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, wird bedroht. © Michael Kappeler/dpa

Berlin. SPD-Chefin Saskia Esken hat nach eigener Aussage eine rechtsextreme Drohmail bekommen, die mit "NSU 2.0" unterschrieben war. "Der Inhalt ist so scheußlich, das man's gar nicht beschreiben kann", sagte sie im SWR-Interview der Woche. Sie sei mit Mord bedroht worden und habe die Drohmail zur Anzeige gebracht. 

Im Normalfall sei da aber leider nichts zu erreichen, weil die Täter nicht zu ermitteln seien. "Ich fühle mich nicht bedroht, aber es macht mir deutlich, dass die Bedrohungslage allgemein steigt. Es macht mich eher unruhig für die Gesellschaft, als für mich", so Esken.

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Knapp zwei Jahre laufen die Ermittlungen - aufgeklärt ist der Fall längst nicht. Doch nun schalten sich höchste Berliner Kreise ein.

Vor kurzem war bekanntgeworden, dass unter anderem Linken-Politikerinnen mit "NSU 2.0" unterzeichnete Drohschreiben bekommen hatten. Als NSU hatten sich die Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bezeichnet, die zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen ermordeten. 

Es waren acht türkischstämmige und ein griechischstämmiger Kleinunternehmer sowie eine Polizistin. Ihre Mittäterin Beate Zschäpe wurde 2018 verurteilt. (dpa)

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