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Morddrohungen gegen Lehrer

An einem Gymnasium im vogtländischen Auerbach gehen Morddrohungen ein. Die Polizei ermittelt zunächst zwei Tatverdächtige, ließ sie aber wieder laufen. Viele Fragen sind noch immer offen.

© Sebastian Kahnert/dpa

Auerbach. Nach Morddrohungen gegen Lehrer eines Gymnasiums in Auerbach (Vogtland) sind inzwischen die beiden Tatverdächtigen wieder auf freiem Fuß, teilte die Polizei in Zwickau am Freitag mit. Ein Mann und ein Jugendlicher waren am Mittwoch festgenommen worden. Sie standen unter Verdacht, Urheber einer Webseite zu sein, auf der die Drohungen gegen das Lehrpersonal veröffentlicht worden waren. Gegen beide wird allerdings weiter ermittelt.

Medien hatten berichtet, dass nach den Vernehmungen zuerst der Ältere wieder entlassen worden sei. Die Ermittler arbeiteten jetzt weiter mit Hochdruck daran, die Ergebnisse der Vernehmungen und der Durchsuchungen der Wohnungen der Tatverdächtigen auszuwerten. Weitere Details - etwa zu Alter und Motiv - wollte die Polizei nicht nennen.

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Die Drohungen waren am Pfingstmontag in dem Gymnasium eingegangen. Es werde Tote geben, hieß es darin nach Angaben eines Polizeisprechers. Die Schulleitung entschloss sich daraufhin, den Unterricht am Mittwoch ausfallen zu lassen. Zuvor hatte ein Unbekannter über mehrere Monate hinweg Lehrer belästigt. Er hatte über das Internet Waren an die Privatadressen von Lehrkräften geschickt und auch Dritte dazu aufgerufen, anonyme Bestellungen zu versenden.

Den Angaben zufolge waren die beiden Verdächtigen durch Hinweise sowie die Ermittlungen von IT-Spezialisten ins Visier der Ermittler geraten.

Das Gymnasium blieb am Donnerstag geschlossen. Auch am Freitag soll es an der Schule keinen Unterricht geben, teilte die Schule auf ihrer Webseite mit. Alle Schüler sollten zu Hause bleiben. Über das weitere Vorgehen will die Einrichtung am Freitag informieren.

Neben den Ermittlungen werden Beamte auch weiterhin an dem Gymnasium präsent sein, teilte die Polizeidirektion weiter mit. (dpa)