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Kirchen laden zum Entdecken ein

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag ist dabei nur ein Grund für die Gemeinden in Moritzburg, Reichenberg und Radebeul. Denn sie sind auf einem gemeinsamen Weg.

Trotz Corona gibt es auch in diesem Jahr wieder Führungen und weitere Angebote in den Kirchen in Moritzburg, Reichenberg und Radebeul. Die Aufnahme entstand im Vorjahr beim Tag des offenen Denkmals in Moritzburg.
Trotz Corona gibt es auch in diesem Jahr wieder Führungen und weitere Angebote in den Kirchen in Moritzburg, Reichenberg und Radebeul. Die Aufnahme entstand im Vorjahr beim Tag des offenen Denkmals in Moritzburg. © Friederike Blankenburg

Von Birgit Andert

Moritzburg/Radebeul. "Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Unter diesem Motto findet am Sonntag der Tag des offenen Denkmals statt. Von jeher nutzen auch die Kirchen der Region den Tag, um ihre Gotteshäuser zu öffnen und auch Gäste, die sonst wenig Berührung mit Kirche haben, auf Sehens- und Erhaltenswertes hinzuweisen.

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Im vergangenen Jahr kam nun noch ein zweiter Aspekt hinzu: Die Kirchgemeinden in Moritzburg, Reichenberg und Radebeul luden sich an diesem Tag auch gegenseitig in ihre Kirchen ein, um einander besser kennenzulernen.

Hintergrund ist die Strukturreform der Sächsischen Landeskirche, die Kirchgemeinden dazu verpflichtet, sich zu größeren Struktureinheiten zusammenzuschließen. Im Elbland haben sich die vier Kirchgemeinden Radebeul-Frieden, Radebeul-Luther, Reichenberg und Moritzburg daraufhin verständigt, ab Januar 2021 in Form eines Kirchspiels zusammenzugehen. Dabei bleiben die einzelnen Gemeinden rechtlich eigenständig, erledigen jedoch Verwaltungsaufgaben wie Haushaltsplanung, Personal, Bau etc. zentral.

„Wir haben schnell gespürt, dass zwischen uns Vertrauen wächst und wir den Prozess des Zusammenwachsens aktiv gestalten wollen“, erklärt Anja Funke, Pfarrerin der Lutherkirche. Nach einer gemeinsamen Klausur der vier Kirchenvorstände im Februar 2019 nahm deshalb eine Regionale Öffentlichkeitsgruppe ihre Arbeit auf. „Wir haben bewusst Aktionen zum Kennenlernen geschaffen“, sagt Kirsten Meier vom Kirchenvorstand in Reichenberg. Zum Pfingstgottesdienst 2019 auf der Schlossterrasse in Moritzburg stellte sich jede der vier Kirchgemeinden mit einem Steckbrief vor, der Tag des offenen Denkmals im September 2019 wurde ausdrücklich als Einladung zum „Kirchen-Hopping“ ausgesprochen.

Daran knüpft nun auch der Tag der offenen Kirchen im Kirchspiel am Sonntag an. Nachdem lange nicht klar war, was aufgrund von Corona überhaupt möglich ist, haben die Gemeinden – unter Beachtung der Hygieneauflagen – ein vielfältiges Programm für alle Interessierten auf die Beine gestellt.

In der Friedenskirche in Kötzschenbroda und den Kirchen in Moritzburg und Reichenberg wird jeweils 9.30 Uhr Gottesdienst gefeiert, danach sind die Kirchen bis 17 Uhr geöffnet. Der Gottesdienst in der Lutherkirche in Radebeul-Ost beginnt 10 Uhr, dort ist die Kirche bis 18 Uhr geöffnet.

Auch in der Radebeuler Friedenskirche werden Führungen angeboten. Zum Abschluss gibt es eine Musikalischen Vesper mit Flöte und Orgel.
Auch in der Radebeuler Friedenskirche werden Führungen angeboten. Zum Abschluss gibt es eine Musikalischen Vesper mit Flöte und Orgel. © Arvid Müller

In der Kirche in Moritzburg wird um 11 und 14 Uhr eine Kirchenführung angeboten, 17 Uhr beginnt das Benefizkonzert „Barokkolo“ mit Mitgliedern der Philharmonie. Die Kirche in Reichenberg bietet Kirchen- und Turmführungen von 11 bis 16 Uhr. In der Zeit von 14 bis 16 Uhr können Kinder selbst Glasperlen herstellen und von 16 bis 17 Uhr erklingt „Musik in der Kirche“. 

In der Lutherkirche in Radebeul-Ost gibt es im Anschluss an den Gottesdienst ein Kirchenkaffee, um 11, 11.30, 14 und 14.30 Uhr kann der Turm bestiegen werden.

Auch in der Friedenskirche werden bis 17 Uhr Führungen angeboten, von 14 bis 17 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen hinter der Kirche. Das Programm schließt mit einer Musikalischen Vesper mit Flöte und Orgel, die 17 Uhr beginnt. „Wir freuen uns auf viele Gäste, die sich einladen lassen zum Erinnern, Erhalten und Neu denken“, so Friedenskirchen-Pfarrerin Annegret Fischer.

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