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Anmeldestart für Jubiläums-Schloss-Triathlon

Ab heute können sich Sportler online für die ersten Distanzen eintragen. Schnell sein lohnt sich, denn es stehen weniger Plätze zur Verfügung.

Schwimmen im Schlossteich - auch das gehört zum besonderen Flair des Schloss-Triathlons Moritzburg. Nach der Corona-bedingten Absage der Veranstaltung im Vorjahr hoffen die Veranstalter nun, dass die 20. Auflage im Juni stattfinden kann.
Schwimmen im Schlossteich - auch das gehört zum besonderen Flair des Schloss-Triathlons Moritzburg. Nach der Corona-bedingten Absage der Veranstaltung im Vorjahr hoffen die Veranstalter nun, dass die 20. Auflage im Juni stattfinden kann. © Petko Beier

Moritzburg. Cheforganisator Reiner Mehlhorn ist optimistisch: Gemeinsam mit anderen Triathlon-Veranstaltern entwickelte Hygienekonzepte sollen die Durchführung der Jubiläumsveranstaltung in Moritzburg sichern. Der 20. Schloss-Triathlon Moritzburg soll am 12. und 13. Juni dieses Jahres stattfinden.

Ab 7. Januar, 18 Uhr, können sich die künftigen Teilnehmer online über die Website des Veranstalters für die Halbdistanz und die BarockMan Langdistanz anmelden. Am 21. Januar wird dann ab 18 Uhr die Onlineanmeldung für die LandMAXX Jedermann Distanz sowie die Sparkasse Meißen Olympische Distanz freigeschaltet.

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Im vergangenen Jahr hatte der Moritzburger Triathlon-Verein eine Premiere erlebt, auf die er gerne verzichtet hätte. Zum ersten Mal in der 19-jährigen Geschichte fiel der Schloss-Triathlon aus. Und geht auch so in die Analen des Vereins ein. Die Entscheidung des Vorstandes fiel Anfang April einstimmig. Geplant war der deutschlandweit einzige Triathlon, bei dem alle üblichen Streckenlängen ausgetragen werden, am 13. und 14. Juni rund um das Jagdschloss Moritzburg.

„Der Verein möchte eine unbeschwerte und fröhliche Veranstaltung organisieren und durchführen. Mehrere Tausend Zuschauer sollen sich von der Freude der Triathleten anstecken lassen. Die Sicherheit der Athleten, der zahlreichen Helfer und der Zuschauer haben oberste Priorität“, hieß es damals in einer Mitteilung des Vereins. „Aus heutiger Sicht kann der Verein aufgrund der rasanten und unberechenbaren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die genannten Punkte nicht gewährleisten.“

Hoffnung und ein Plan B

Die Corona-Pandemie gibt auch derzeit noch immer die Grenzen des Möglichen vor. Reiner Mehlhorn blickt jedoch positiv auf die Rennen im kommenden Juni. „Wir stehen seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres im regelmäßigen Austausch mit weiteren nationalen Triathlonveranstaltern wie dem Lausitzer Knappenman Triathlon, der Challenge Roth oder dem Ironman Frankfurt sowie der Deutschen Triathlonunion (DTU) und haben gemeinsam Hygienekonzepte entwickelt, die eine Veranstaltung unter Pandemiebedingungen zulassen.“

Nichtsdestotrotz hoffen die Moritzburger Organisatoren, die seit Oktober die 20. Auflage des Schloss-Triathlons planen, dass sich die Lage bis Juni entspannt. „Mit den neuen Hygienekonzepten haben wir aber einen Plan B, der die Durchführung der Veranstaltung sichern soll“, so Reiner Mehlhorn. Bei diesen habe man sich auch an den Bedingungen orientiert, unter denen im vergangenen Sommer Veranstaltungen möglich waren.

Um an den beiden Veranstaltungstagen jeweils nicht mehr als 750 bis 800 Triathleten am Start zu haben, wurden die ohnehin limitierten Startplätze noch weiter begrenzt. Statt rund 1.800 Sportler können nach dem aktuellen Stand diesmal nur etwa 1.500 teilnehmen, so der Cheforganisator. „Das ist notwendig, um in der Wechselzone einen Abstand von 1,50 Metern zu garantieren.“ Man werde sich ansehen, wie die Situation im April ist und ob dann möglicherweise noch weitere Startplätze freigegeben werden können.

Denn das Interesse am Schloss-Triathlon Moritzburg ist seit Jahren sehr groß. Was zur Folge hat, dass die Anmeldeportale wegen Erreichen des Limits oft schnell wieder geschlossen wurden. Auch bei der ausgefallenen 19. Auflage waren bis auf die Halb- und Langdistanz sämtliche Strecken ausgebucht. Der Schloss-Triathlon Moritzburg ist der einzige dieser Größenordnung in der Bundesrepublik, der ausschließlich von Ehrenamtlichen organisiert wird. Rund 600 Helfer sorgen dabei für einen reibungslosen Ablauf.

Streckenvielfalt in Traumkulisse

Auch die zahlreichen Zuschauer kommen vor der traumhaften Kulisse auf ihre Kosten und können sich auf der Informations- und Verkaufsmesse im Rahmen des Schloss-Triathlons Moritzburg die Zeit vertreiben. Dabei umfasst das Ausstellerspektrum die Bereiche Kleidung, Schuhe, Sportmedizin, Reisen, Ernährung, Gesundheit, Sportliteratur sowie die Präsentation von weiteren Triathlon- und Laufveranstaltungen.

Die Besonderheit des Schloss-Triathlons Moritzburg besteht in der Vielfalt der angebotenen Strecken: Angefangen von der LandMAXX Jedermann Distanz (750 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) über die Sparkasse Meißen Olympische Distanz (1,5 km, 40 km, 10 km) und die Halbdistanz (1,9 km, 90 km, 21 km) bis zur Königsdisziplin der BarockMan Langdistanz (3,8 km, 180 km, 42 km) bietet der Veranstalter Wettkämpfe für den Einsteiger bis zum Extremsportler an.

Gestartet wird jeweils mit der Schwimmdisziplin im Schlossteich. Nach dem ersten Wechsel erfolgt der Wettkampfpart auf dem Rad. In der letzten Disziplin laufen die Triathleten durch die Wälder von Moritzburg, das ehemalige Jagdrevier von August dem Starken, bevor sie unter den Augen von Hunderten Zuschauern auf dem Parkplatz vorm Schloss die Ziellinie überqueren dürfen.

Physisch fit und den Kopf frei

Für die Mitglieder des Moritzburger Triathlon-Vereins, die wie Reiner Mehlhorn auch selbst aktive Sportler sind, war das vergangene Jahr nicht nur wegen des ausgefallenen Schloss-Triathlons ungewöhnlich. „Mit dem Training sind wir im Sommer aufs Freiwasserschwimmen ausgewichen. Laufen und Radfahren war ja ohnehin möglich“, so der Cheforganisator. Er selbst habe an einigen der wenigen nicht ausgefallenen Veranstaltungen teilgenommen, sich dann aber auch andere Ziele gesucht. „So bin ich beispielsweise den Malerweg in drei Etappen gelaufen.“ Es sei gerade in solch einer Situation wie jetzt wichtig, sich immer wieder selbst zu motivieren. Nicht nur, um physisch fit zu sein, sondern auch, um den Kopf frei zu haben. „Ich selbst habe im vergangenen Jahr mehr gemacht als geplant.“ Zwar nicht in Form von Triathlons, aber ich bin mehr gelaufen“, ergänzt der Moritzburger.

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