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Endspurt für Reichenberger Hortanbau

Das Wetter bremst derzeit das Gestalten der Freifläche aus. Im Haus werden Restarbeiten erledigt. Ab März soll der neue Anbau genutzt werden können.

Der Winter hat die Arbeiten im Außenbereich des Reichenberger Horts erst einmal gestoppt.
Der Winter hat die Arbeiten im Außenbereich des Reichenberger Horts erst einmal gestoppt. © SZ/Sven Görner

Moritzburg. Baustart im Februar, Richtfest im Juni, Fertigstellung Ende 2020. So sah der sehr ambitionierte Zeitplan der Gemeinde Moritzburg für das Bauvorhaben am Hort in Reichenberg aus.

Nicht ganz freiwillig: Denn erst hatte die Denkmalbehörde das Projekt ausgebremst, weil sie für den Anbau statt des geplanten Flach- ein Satteldach forderte. Absprachen und Umplanung kosteten Geld und Zeit. Diese wurde dann knapp, weil die 385.000 Euro aus dem Programm Brücken in die Zukunft, die Moritzburg für das Vorhaben mit verwenden wollte, ursprünglich bis Ende 2020 nicht nur verbaut, sondern auch abgerechnet sein sollten. Coronabedingt wurde die Frist dann allerdings verlängert.

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„Wir haben daher auch keinen Druck mehr gemacht, dass alles bis zum Jahresende fertig sein muss“, so Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos). Bei den Rechnungen einiger Gewerke habe die Verwaltung allerdings schon gedrängelt. „Damit wir noch etwas durch die verringerte Mehrwertsteuer sparen konnten.“ Denn die ursprünglich berechneten Kosten von 1.344.000 hatten sich auf 1.440.000 erhöht. „Diese Summe werden wir aber nun trotz einiger Nachträge wohl nicht erreichen.“

Viel Glas lässt viel Licht in den neuen Anbau.
Viel Glas lässt viel Licht in den neuen Anbau. © SZ/Sven Görner

Aktuell sind im Haus noch Restarbeiten zu erledigen. In der zweiten Februarwoche, so der Bürgermeister, sollen die bestellten neuen Tische kommen. „Dann kann eingeräumt werden.“ Im März soll der Neubau dann so weit sein, dass er genutzt werden kann.

Im Außenbereich gibt es noch etwas mehr zu tun. Dort müssen das Gelände fertig modelliert, der Zaun und ein Tor gebaut sowie Spielgeräte umgesetzt werden. Wie Jörg Hänisch sagt, hat der Bund gerade ein neues Förderprogramm für Grundschulen und Horte aufgelegt. Dafür müssen Anträge bis zur Jahresmitte eingereicht und die Vorhaben bis zum Jahresende abgerechnet sein. „Vielleicht können wir damit auf dem Gelände noch etwas in Richtung Sport gestalten. Aber das muss erst einmal im Rat besprochen werden, die Möglichkeit ist ja noch ganz neu.“

Für die Hort- und Schulkinder steht nach der Fertigstellung ein neuer, großzügig gestalteter Speiseraum für etwa 50 Personen mit einer modernen Ausgabeküche und neuen Sanitärräumen zur Verfügung. Hinzu kommt ein angrenzender Bewegungsraum für die kleineren Kinder, der auch von anderen Sportgruppen für Gymnastik oder Yoga genutzt werden kann.

Die Scheune aus DDR-Zeiten (links) hatte die Gemeinde bereits 2019 abreißen lassen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Nach dem Kauf des Nachbargeländes von der Agrargenossenschaft Radeburg baute diese dann die ehemaligen Werkstattgebäude (rechts) zurüc
Die Scheune aus DDR-Zeiten (links) hatte die Gemeinde bereits 2019 abreißen lassen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Nach dem Kauf des Nachbargeländes von der Agrargenossenschaft Radeburg baute diese dann die ehemaligen Werkstattgebäude (rechts) zurüc © Norbert Millauer

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