SZ + Radebeul
Merken

Moritzburg: Noch keine Entscheidung im Campingplatz-Streit

Ein erster Gerichtstermin zum Campingplatz am Oberen Waldteich blieb ohne Ergebnis. Trotz eines Vergleichsangebots des Bürgermeisters.

Von Sven Görner
 2 Min.
Teilen
Folgen
Dauercamper am Oberen Waldteich in Boxdorf blicken weiter in eine ungewisse Zukunft.
Dauercamper am Oberen Waldteich in Boxdorf blicken weiter in eine ungewisse Zukunft. © Norbert Millauer

Moritzburg. Die auf dem Platz am Oberen Waldteich in Boxdorf verbliebenen Dauercamper müssen auch der im Frühjahr beginnenden neuen Saison weiter mit Ungewissheit entgegenblicken. Einige von ihnen waren am Dienstag zur Gerichtsverhandlung in Dresden erschienen, von der sich auch die Gemeinde Moritzburg als Eigentümer des Geländes und der Pächter Steffen Martin eine Entscheidung in ihrem Streit erhofft hatten.

Dieser begann, als der Pächter seinen Vertrag Mitte Dezember 2020 in einem Brief an die Verwaltung mit Wirkung zum 31.12.2020 fristlos kündigte. Als er am Jahresende die Schlüssel übergeben wollte, hatte ihm Bürgermeister Jörg Hänisch mitgeteilt, dass er die Schlüssel nicht nehmen werde, da der Pachtvertrag aus Sicht der Gemeinde weiterbesteht. Offiziell ende dieser erst am 31. Dezember 2028, ein außerordentliches Kündigungsrecht sei in diesem nur für den Verpächter, also die Gemeinde festgeschrieben worden. Steffen Martin hatte die Schlüssel daraufhin in den Briefkasten am Rathaus geworfen. Als die Camper im Frühjahr auf den Platz kamen, war zunächst das Wasser abgestellt, später gab es dann auch keinen Strom mehr.

Vergleichsangebot abgelehnt

Auf eine schnelle Lösung konnten die Camper aufgrund des laufenden Verfahrens weder vom Pächter noch von der Gemeinde rechnen. Der Bürgermeister unterbreitete am Dienstag schließlich den allerdings noch nicht mit dem Gemeinderat abgestimmten Vergleichsvorschlag, den Vertrag zum Jahresende 2022 auslaufen zu lassen. „Der Pächter hätte damit Zeit, das Gelände in solch einen Zustand zu versetzten, dass der Vertrag ordentlich abgewickelt werden kann. Und wir als Gemeinde könnten klären, wie es danach weitergehen soll“, so Jörg Hänisch auf SZ-Nachfrage. Steffen Martin lehnte das Angebot ab. Am 22. März wird nun vor Gericht weiter verhandelt.